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Einen Besuch wert (zu jeder Jahreszeit): Naturtierpark Ströhen und Vollblutaraber-Gestüt Ismer
"Mögen Deine Blicke die schöne Landschaft einfangen. Dich die Tiere in Ehrfurcht und Staunen versetzen und die Ästhetik des Arabischen Pferdes begeistern. Wenn Du Dich bei uns und in unseren gastlichen Räumen wohlfühlst, so ist dies auch der Sinn unseres Schaffens." Mit diesen wenigen Worten fassen eine Broschüre des "Naturtierpark Ströhen und Vollblutaraber-Gestüt Ismer" und das diesbezügliche Buch all’ das zusammen, was den Besuchern in Wagenfeld-Ströhen (weitläufig gut ausgeschildert zu finden im Landkreis Diepholz in Niedersachsen) an interessanten und ansprechenden Dingen geboten wird: nämlich zum ersten der wunderschöne, idyllisch gelegene Tierpark mit seinen vielen (exotischen und einheimischen) Tieren, zum zweiten das renommierte, größte private Arabergestüt Europas, zum dritten das umfangreiche, gastfreundliche Ambiente – und das allesamt in einer herrlichen Landschaft auf ausgedehnten Flächen, wie sie ein Großstadt-Zoo kaum anbieten kann. Das Hauptthema meines heutigen Artikels soll der Tierpark – mit seinen Tieren und mit seinen gastlichen Räumen – sein. Das Vollblutaraber- Gestüt werde ich zwar kurz mit einbeziehen. Seiner großen Bedeutung wegen verdient es aber einen eigenen, ausführlicheren Bericht, der dann zu einem späteren Zeitpunkt folgen wird. Von der Anlage her bilden der Tierpark und das Gestüt jedoch eine harmonisch ineinander übergehende, wohl einmalige Einheit auf dem niedersächsischen Hof, der – als eine der ältesten bäuerlichen Siedlungen, entlang des Flüsschens "Große Aue" gelegen, bereits seit dem 13. Jahrhundert als "Hof Wege" in den Büchern erwähnt – nach Einheirat und Kriegsrückkehr des aus Schlesien stammenden Landwirts Rolf Ismer seit langem durch die Familie Ismer bewirtschaftet wird, und wo sodann im Jahre 1959 der Tierpark und das Gestüt gegründet wurden, deren Gesamtfläche heute rund 300 ha umfasst. Diese Entstehungsgeschichte ist aber auch deswegen bis heute von Bedeutung, da ein wesentlicher Bestandteil der heutigen, großzügigen Anlage die alten (renovierten sowie erweiterten) Fachwerkgebäude sind, welche unter mächtigen Eichen stehen und umgeben werden durch ein Altwasser der "Aue", durch die weitläufigen Äcker, Wiesen und Weiden sowie durch einen großen Mischwald mit altem Baumbestand – alles wiederum Grundlage für ideale natürliche Lebensbedingungen etlicher Tiere und Pflanzen. In dieser Umgebung sind über die Jahre hinweg weitere Gebäude, Stallungen, Hallen und Tierhäuser entstanden für den Tierpark und für das Gestüt. Dies alles wird heute nach wie vor betrieben von der Familie Ismer und von ihren Mitarbeitern. Obwohl Familienbetrieb, sind doch auch Zuordnungen getroffen; so haben die nach wie vor sehr engagierten, umtriebigen Holger und Almuth Ismer ihrem Sohn Dr. Nils Ismer und dessen Frau Julia schwerpunktmäßig die Tierparkleitung und ihrem Sohn Mark Ismer und dessen Frau Tanja den Bereich des landwirtschaftlichen Betriebes (mit autarker Futtergewinnung) und den Restaurationsbetrieb anvertraut. Nils Ismer hat sich außerdem eine Tierarztpraxis aufgebaut; und zudem steht die Anerkennung als EU-Besamungsstation bevor. Der Tierpark Ströhen Der Tierpark mit seinen großzügigen, natürlichen Freianlagen und weitläufigen Gewässern beherbergt zwischenzeitlich über 600 Säugetiere und Vögel aus 5 Kontinenten. Er besteht aus dem Teil 1 mit seinen exotischen Tierarten (wie z. B. Elefanten, Affen, Tiger, Geparden, Zebras, Zwergflusspferde, Tapire, Antilopen, Kamele, Kulane, Lamas, Emus, Kängurus, Papageien u. v. a. m.) sowie aus dem Teil 2 (dem Wald teil mit uraltem Baumbestand) mit europäischen Säugetieren (wie z. B. Luchse, Tarpane, Steppenrinder, Auerochsen, Rehe, verschiedene Hirscharten, Miniponies, Waschbären) und verschiedenen Vogelarten. Auf Grund der oben bereits erwähnten natürlichen Umweltbedingungen (und der fachkundigen Betreuung) fühlen sich die Tiere wohl und pflanzen sich daher auch oftmals fort, so dass nicht nur sehr häufig Nachwuchs zu bewundern ist (wie z. B. derzeit die quirligen, im Juni 2006 geborenen Jung-Tiger), sondern zudem gezielt und bewusst – teilweise in konstruktiver Zusammenarbeit mit anderen Zoos – erfolgreich gezüchtet wird, um seltene und vom Aussterben bedrohte Tierarten zu erhalten (wie z. B. Ara-Papageien, Kulan-Esel, sibirische Tiger und – derzeit in Vorbereitung - Geparden). Aber nicht immer gelingt dies – so etwa bei den Vollbartmeerkatzen, von denen es weltweit außer in freier Wildbahn (wo aber Fangverbot herrscht) keine Weibchen mehr gibt, so dass die hier im Tierpark lebenden männlichen Tiere leider nicht zum Erhalt der weltweit nur noch mit sehr wenigen Exemplaren vertretenen Rasse beitragen können. Großen Wert legen die Ismers im übrigen darauf, die Besucher von Tierpark und Gestüt die Natur ganz direkt und (haut-)nah erleben zu lassen. Diesem Zweck dient nicht nur die – für Kinder natürlich ganz besonders interessante – Streichelwiese mit Zwergziegen, Schafen, Lamas und anderen (Haus-)Tieren, mit denen auch gespielt werden kann und die gefüttert werden dürfen, oder das hautnahe Streichelerlebnis mit (Zwerg-)Eseln sowie im Gestütsteil mit den edlen Araber- Pferden; sondern darüber hinaus sind die Tierhäuser, Gehege, Ausläufe usw. bewusst so angelegt, dass die Tiere aus allernächster Nähe bewundert und beobachtet werden können. Und noch eine weitere Attraktion lässt die Haut (insbesondere auch des Popos) sehr nahe an Tiere herankommen: das Elefantenreiten (nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene) auf den imposanten afrikanischen Elefanten, die nicht nur durch ihre 3000 bis 4000 kg Körpergewicht, sondern auch durch ihre ca. 4 m hohe Körpergröße bestechen. Etwas Besonderes stellen im Tierpark zudem dar die mit der Flasche aufgezogenen Wildtiere wie z. B. der sibirische Tiger(-Papa) Akbar, der Serval Micki, die drei Pumas Dahlia, Dente und Dali sowie die zwei Geparden Kanyou und Bongo, die handzahm sind und daher bei "Spaziergängen" an der Leine oder bei Streicheleinheiten ganz besonderes Aufsehen hervorrufen. Aber nicht nur Tier- (und Pferde-)Freunde kommen in Ströhen auf ihre Kosten. Denn auch für Pflanzenfreunde gibt es hier Besonderes zu sehen – speziell zu empfehlen ist hierbei im Frühjahr die herrliche Blüte von über 800 Rhododendron- und Azaleen-Arten in den verschiedensten Farben. Und noch weitere Raritäten müssen unbedingt erwähnt werden: die (in der Saison täglich stattfindende) Tierschule, bei welcher die Besucher dem Tierlehrer Nino Vrank sozusagen über die Schulter schauen können beim Training mit seinen tierischen Schülern, sowie die ebenfalls tägliche Pferde-Schau "Arabische Faszination" mit Freiheitsdressuren der Pferde. Von hier stammende Pferde sind übrigens auch vorzufinden in namhaften Zirkus-Unternehmen wie z. B. Krone, Knie oder Barum. Das Gestüt Ismer ... soll, wie anfangs bereits angesprochen, heute nur kurz angerissen werden. Einige Fakten in Stichworten: Ca. 230 Pferde, darunter ca. 15 imposante Deckhengste und ca. 80 bezaubernde Mutterstuten mit ihren Fohlen. Schwerpunkt der Zucht: das arabische Pferd, schwerpunktmäßig die arabischen Vollblüter (vorwiegend gezogen auf polnischer und auf weil-marbacher Blutführung, teilweise veredelt mit rein ägyptischen Linien), aber auch Vollblutaraber mit russischer Blutführung sowie Shagya-Araber und Anglo-Araber. Diese arabischen Pferde bestechen übrigens nicht nur durch Typ, Schönheit, Eleganz und Menschenbezogenheit, sondern sind insbesondere prädestiniert als liebe, treue Pferde für den Freizeitreiter (und –fahrer) sowie als harte, ausdauernde Pferde für das Distanzreiten (wie in diesem Jahr u. a. auch bei den Weltreiterspielen in Aachen zu sehen war). Hier in Ströhen wachsen diese Pferde auf den weitläufigen Weiden und Laufställen in großen Verbänden sehr natürlich, artgerecht und robust auf. Außerdem werden sie hier auch fachkundig ausgebildet und vorbereitet für ihre Auftritte auf Turnieren und Schauen. Das (gemeinsame) Ambiente); regelmäßige Sonderveranstaltungen und anderes Last not least sind aber auch die folgenden Dinge erwähnenswert. Zu dem (gemeinsamen) Ambiente beispielsweise das große, einladende Tierpark-Restaurant mit Kaffeegarten, die "Schinkendeele" mit einheimischen Produkten wie Hausmacherwurst oder Honig und mit Geschenkartikeln, für Kinder die bereits erwähnte Streichelwiese und der interessante Abenteuer-Spielplatz. Interessant sind außerdem, dass Tierpark und Gestüt ganzjährig und ohne Ruhetag geöffnet sind. Im Eintrittspreis (mit reduzierten Preisen nicht nur für Kinder, sondern auch für Gruppen/Schulen/ Kindergärten, für Senioren, für Behinderte, für Versehrte) für den Tierpark sind zudem inbegriffen der kostenlose Eintritt zum Gestüt und zu den täglichen Sonderveranstaltungen und Showprogrammen (Tierschule und Arabische Faszination). Es werden außerdem angeboten Jahreskarten sowie spezielle Angebote wie z. B. Gruppenspecials, Seniorentag und Seniorenverwöhntag. Besondere Highlights sind die jährlich zu festen Zeiten stattfindenden Sonderveranstaltungen wie die Gestütsschau (1. Mai), die Fohlenschau (1. Sonntag im Juli), die Norddeutsche Araberschau (mit den Internationalen Tagen des Arabischen Pferdes) im Juli und der – nun schon wieder absehbare – traditionelle Weihnachts- Circus (täglich ab 25.12.2006 bis 07.01.2007; im Eintrittspreis zum Tierpark enthalten) in der festlich geschmückten Halle, bei welchem wiederum Mensch und Tier mit zirkusreifen Darbietungen begeistern werden). So – nun sind Sie an der Reihe mit Ihrem Besuch in Ströhen. Auf den wirklich sehr lohnenswerten Besuch im Tierpark, im Gestüt und bei den Veranstaltungen vorbereiten können Sie sich übrigens im Internet (unter www.ismertierpark- araber.com oder unter www.ismer-stud.com). Nächster besonderer Termin: WEIHNACHTS-CIRCUS (siehe oben; täglich 25.12.06-07.01.07)! Und übrigens noch etwas VÖLLIG Neues (vielleicht als Weihnachtsgeschenk ?!): Es gibt jetzt gegen einen Unkostenbeitrag für Privatpersonen und für Firmen die Möglichkeit der Übernahme einer Patenschaft für Tiere (d. h. für Ihr eigenes Paten-Tier!) in Ströhen. Text und Fotos: Copyright: Thilo Haake/Vechta (teilweise anlässlich Fotoseminar Gabriele Boiselle am 30.09./01.10.2006 auf dem Gestüt Ismer)  
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