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Reiten bei Kälte und Schnee
Es ist kalt. Der Wind heult. Der Schnee peitscht. Sie kennen dieses Szenario? Nun, sicher nicht jeden Tag, und auch nicht immer in dieser Intensität, aber hin und wieder doch. Aber ein Ausritt muss darunter nicht leiden. Ein altes bekanntes Sprichwort sagt nämlich: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung. Auf uns Pferdesportler, die wir uns beim Kauf unserer Reitkleidung auf alle Unbilden der kalten Jahreszeit optimal vorbereiten wollen, wartet heute nämlich eine breite Palette wärmender und auch gegen Nässe und Wind schützender Textilien. Doch wissen Sie auf Anhieb, welche Eigenschaften sich hinter den verschiedenen Herstellerbezeichnungen verstecken? Und welches Produkt gegen was wirklich nachhaltig schützt? Denken wir daran: Wir Pferdesportler setzen uns am und auf dem Pferd unterschiedlichen Belastungen aus. Teilweise bewegen wir uns angestrengt – produzieren also Schweiß. Dann wieder sitzen wir ruhig im Sattel – und beginnen zu frieren. Oder wir werden im Gelände auf dem freien Feld von einem Eishagelschauer überrascht... Da "Petrus" in nächster Zeit gelegentlich nicht mit sich "spaßen" lassen wird, hat der PFERDEANZEIGER die gängigen auf dem Markt angebotenen Textilien "unter die Lupe" genommen. Hier wichtige Einzelheiten, die Ihnen helfen werden, mollig warm und trocken durch den Winter zu kommen. Reitkleidung und ihre Zielsetzungen: Sie soll wärmen, Nässe ableiten und gegen kalten Wind schützen Bevor wir uns ins Reitsportgeschäft stürzen und uns – von Farben und weichem Griff der Stoffe verführt – recht wahllos aus den Regalen eine Jacke nach der anderen hervorziehen, gilt es festzustellen: Welche Funktionen soll unsere Winterreitkleidung eigentlich erfüllen? Tatsächlich sind bei der Wahl der Kleidungsstücke für die Winterarbeit am, mit und auf dem Pferd nämlich drei wichtige Zielsetzungen zu beachten: ■Die Kleidung soll Schweiß ableiten und den Körper in jeder Situation angenehm warm halten, ohne dass Stauwärme entsteht. ■Sie soll uns rundum (also wirklich von Kopf bis Fuß und bis in die Fingerspitzen) gegen Nässe schützen. ■Gleichermaßen soll sie winddicht sein – denn in Verbindung mit Kälte ist Wind ein gefährlicher Erkältungsproduzent. Jedes Material hat Vorteile und Grenzen Für die Winterbekleidung des Reiters haben sich verschiedene Materialien und Material-Kombinationen durchgesetzt, die wir Ihnen in ihrer Wirkweise, ihren Vorteilen und ihren Grenzen vorstellen möchten. Logischerweise beginnen wir beim "Darunter" – der ersten Schicht, die direkt auf der Haut getragen wird. Polypropylen (PP) – ein Material, das toll isoliert Diese neuartige Kunstfaser nimmt, eng anliegend auf der Haut getragen, kaum Wasser auf (nur ein bis zwei Prozent), sondern leitet es in die nächste Kleidungsschicht weiter. PP isoliert ausgezeichnet, ist preisgünstig, relativ reißfest und scheuerbeständig. Vorteilhaft ist auch, dass die Faser ausgesprochen dehnbar und wetterbeständig ist, dafür ist sie jedoch empfindlich gegen UV-Strahlung (eine Einschränkung, die im Winter aber kaum zum Tragen kommt). PP ist ideal für Sportunterwäsche PP ist – das kann man ruhig so ausdrücken – die Idealfaser für Sportunterwäsche. Außerdem werden aus diesem Material heute weitere praktische Produkte angeboten. Sehr empfehlenswert sind dünne Fingerhandschuhe, die als Extrawärmeschicht unter den normalen Reithandschuh gezogen werden. Auch dünne PPSocken – unter dem normalen Reit- oder einem dickeren Trekking- Strumpf getragen – sorgt für eine Extraportion Wärme. Seit neustem gibt es sogar auch Reithosen aus diesem modernen Material. Polyester (PES) PES weist ähnliche Eigenschaften wie PP auf. Es besteht aus langen Molekülketten mehrwertiger Säuren und Alkohole. Polyestergewebe bestechen durch Leichtigkeit, Hitze- und Formbeständigkeit sowie Reißfestigkeit. Auch sie nehmen weniger als ein bis zwei Prozent ihres Eigengewichtes an Wasser auf. Polyesterware ist zusätzlich oft noch antibakteriell behandelt, sodass die Entstehung Geruch bildender Bakterien verhindert wird. Die Faser ist also – genau wie PP – ebenfalls für Sportunterwäsche ideal. Ähnlich empfehlenswert sind Mischungen aus PP- oder PES-Kunstfasern mit Naturfasern wie Wolle und Baumwolle. Edel, anspruchsvoll und dennoch robust: Seide Seide galt lange Zeit als DAS Material für anspruchsvolle Unterbekleidung, zum Beispiel für den Jäger. Grundstoff für dieses edle und teure Naturprodukt ist der Kokonfaden der Seidenspinnerraupe, der zu einem leichten und Temperatur regulierenden (im Sommer kühlenden, im Winter wärmenden) Stoff gewebt wird. Leider ist er nicht auf Dauer resistent gegen Schweiß (und UVStrahlung) und nur in höchster Qualität reißfest und waschbeständig. Stabiler ist Seide mit Kunstfaserbeimischung. Extratipp vom PFERDEANZEIGER Ideal für Reitkappenträger, die im Winter leicht frieren, ist die Kapuzenmütze aus dem Jagdmodengeschäft. Sie lässt sich prima unter den Reithelm ziehen, denn sie trägt überhaupt nicht auf und wärmt doch sehr angenehm. Naturfaser Wolle: Wolle ist das Wintermaterialmit einer sehr uralten Tradition Wolle blickt auf eine Jahrtausende lange Tradition zurück und war bis vor gar nicht langer Zeit DAS Material für Winterbekleidung – gleich welcher Art. Wolle besteht aus einer hornartigen Eiweißverbindung tierischer Herkunft, dem Keratin. Dehnbar und elastisch, kann sie einen recht hohen Anteil Feuchtigkeit aufsaugen. Sogar im feuchten Zustand wärmt sie noch, trocknet aber meist recht langsam. Der Pullover aus Wolle – ob in dünner Ausführung als Unterziehrolli für die Reithalle oder als derberes Modell für den Geländeritt – ist für viele Reiter traditionell das beliebteste Oberbekleidungsstück. Manche mögen sogar Unterwäsche aus Wolle Wolle wird von einigen, vor allem älteren Reitern, immer noch gern für die Unterwäsche bevorzugt: Das hierfür meist verwendete Material – Angora – wird aus den Haaren einer Kaninchenart gewonnen. Es ist extrem weich, wärmend und angenehm auf der Haut. Anspruchsvoller ist dagegen die Pflege, von Nachteil die geringe Stabilität im nassen Zustand. Über Jahrzehnte "der" Renner – Lodenmäntel Reine Schurwolle wird auch für Reitmäntel und Sakkos verarbeitet und schaut unter der Bezeichnung Loden auf eine lange Tradition zurück. Der Begriff bezeichnet ein in Tuch- oder Köperbindung hergestelltes Streichgarngewebe für Wetter- und Sportbekleidung. Der beliebte so genannte Strichloden hat eine "in Strich” gelegte Haardecke. Mollig warm: konservative Reithosen aus Schurwolle Schurwolle ist auch Grundstoff vieler Winterreithosen, die meist mit Beimischungen zur Dehnbarkeit versehen werden (sowie mit Leder- und Kunstlederbesätzen, auch auf der Hosenvorderseite in Anlehnung an Chaps). Zeigt her eure Strümpfe ... Spezielle Reiterstrümpfe (alternativ können auch Trekkingstrümpfe gewählt werden) – knielang, eng anliegend, rutschfest und faltenfrei – sind entweder aus Wolle mit Kunstfaserbeimischung oder aus stabilen Kunstfaser- Gemischen hergestellt. Sie nehmen kaum Feuchtigkeit auf, halten den Fuß warm, weil Sie Verdunstungskälte verhindern und trocknen sehr schnell. Lammfell wärmt den Reiterpopo Im Übrigen gehört natürlich auch der Sattelsitz aus reinem Lammfell in die Rubrik Wolle. Er zählt zwar nicht zu den Kleidungsstücken des Reiters, ist aber eine empfehlenswerte Zusatzanschaffung für Pferdesportler, die im Winter gern ausreiten. Moderne Leichtmaterialien: Fleece und Mikrofaser sind die heutigen Renner Die gebräuchlichste Bekleidung für die Isolationsschicht zwischen Unterwäsche und Überbekleidung stellt heute die Gruppe der Faserpelze dar. Als Oberbegriff wird gern die Bezeichnung Fleece verwendet, ursprünglich ein aufgebürstetes Gewebe auf Polyesterbasis. Faserpelze werden sowohl zu Kleidungsstücken oder als Innenfutter verarbeitet. Einen wertvollen Hinweis auf die Stärke der Ausfertigung von Fleece und Faserpelzen liefert die Zahl hinter den meisten Markennamen: Je größer sie ist, desto dicker ist das Material. Die Faserpelz- Produktpalette ist breit Aus Faserpelz auf Polyamid- und Polyesterbasis gibt es Jacken, für Reiter speziell mit Pulswärmer am Ärmelende und Rückenverlängerung als Nierenschutz. Auch Sweater, Langarmhemden, Socken und Handschuhe beziehungsweise Faserpelz-Fäustlinge sind zu haben. Letztere haben ein dickes Faserpelzfutter in winddichtem und Wasser abweisendem Außenmaterial. Alle sind sehr leicht, warm, schnell trocknend und stabil. Bei den Neuentwicklungen auf dem Markt tritt auch die unangenehme Knötchenbildung (genannt Pilling) nicht mehr auf. Auch Thermo-Unterwäsche besteht meist aus einseitig aufgerautem Faserpelz, der durch eine Beimischung – wie Lycra – dehnbar gemacht wurde. Ein Ratschlag: Aufgepasst bei Faserpelz-Socken: Wer sie trägt, muss das Schuhwerk ein bis zwei Nummern größer wählen. Mikrofaser gehört zu den beliebtesten Reithosenstoffen Zu traditionellen hochwertigen Reithosenstoffen wie Schurwolle mit Beimischung, Baumwollcord und Denim-Jeansstoff gesellen sich heute Mikrofasergewebe. Sie sind eng gewebt, fast winddicht und stark wasserabweisend. Da sie dennoch Wasserdampf gut durchlassen, sind sie auch für schweißtreibende Tätigkeiten geeignet. Prima für Reiterreisende geeignet Mikrofaserbekleidung ist sehr leicht und klein zu verpacken und packt daher in jeden Reisekoffer, ist also prima für den Reiturlauber geeignet. Für Nieselregen ist die Wasser abweisende Wirkung ausreichend, wenn es richtig gießt, wird man ohne beinumschließenden langen Reitmantel allerdings nass. Dennoch haben diese Fasern einen großen Vorteil: Sie trocknen in extrem kurzer Zeit. Aus Mikrofaser gibt es auch Blousons und Longjackets. Extra-Wärmeschutz: Vliese und Daunen halten ganz besonders mollig warm Zu Reit-Überhosen wird heute gern ein mikrofeines Vlies – Thinsulate – verarbeitet. Man trägt solche Vlies-Überhosen entweder über einer eng sitzenden Reithose, aber auch über einer langen Unterhose. Durch die Materialkombination von 65 Prozent PP und 35 Prozent PES erhält man eine sehr schlanke Wärmefüllung. Testergebnisse zeigen, dass zur Daune vergleichbare Isolationswerte schon bei zirka einem Drittel des Volumens erreicht werden. Als leicht nachteilig wird von manchen der etwas "brettige” Griff beurteilt. Wenn Sie im Winter überwiegend in der Halle reiten und nur normale Stallarbeit verrichten, bleiben Sie ruhig bei Ihrer gewohnten Reithose, kombinieren diese aber mit einer langen Unterhose aus Polypropylen. Falls Sie hingeben gern ins Gelände gehen, empfehlen wir Ihnen in eine Überhose aus Thinsulate zu investieren. Zählen Sie sich gar zu den echten Wintertrekking-Fans, bietet sich alternativ auch eine so genannte Outdoor-Trekking-Hose an (aus Fasermischungen wie Baumwolle-Polyamid, Baumwolle- Polyester, Mikrofaser oder mit Membrane – siehe unten), wie sie Wanderer und Bergwanderer tragen. Diese Modelle bieten besonders viel Bewegungsfreiheit und sind übrigens auch für Arbeiten im Freien (Weidezaunreparaturen, Longieren und Freilaufen auf dem Außenplatz) prima geeignet. Hochbauschvliese werden für Outdoor-Jacken bevorzugt Auch so genannte Hochbauschvliese werden heute zunehmend in Wärmebekleidung – zum Beispiel Outdoor-Reitjacken – eingenäht. Bei Polyestervliesen werden Polyesterfäden (die im Querschnitt wie ein Schlauch mit Luftkanälchen aussehen) in Teile geschnitten und in einem ausgeklügelten Verfahren zu Vliesmatten übereinander gestapelt. Um ein Ausfransen der Fasern zu verhindern, werden die Vlieslagen beim Einnähen mit einem reißfesten Gewebe eingefasst. Silikonummantelungen dienen der Elastizität Manche Hohlfasern werden zudem mit einer Silikonummantelung versehen, um den elastischen Griff und die Bauschkraft möglichst lange zu erhalten. Generell ist die Wasseraufnahme der von den verschiedenen Faserherstellern angebotenen Marken geringer als die der Daune. Gänsedaune wärmt mehr als Entendaune Original-Daune von erwachsenen Tieren (Gänsedaune ist in der Regel qualitativ besser als Entendaune) ist nach wie vor der wohl wärmste Isolator im Verhältnis zum Gewicht. Sie bindet Luft in ihren feinen Verästelungen. Durch Feuchtigkeit allerdings verliert sie ihr Isolationsvermögen. Der Komfort-Tipp vom PFERDEANZEIGER Daune ist ein ausgezeichnetes Material für Ihr Reitwesten- Wintermodell. Ziehen Sie solch eine ärmellose Daunen- Reitweste beim Ritt in der kalten Reithalle über einen dünneren Rolli an (Sie können die Weste später ja ablegen, wenn die Lektionen zu schweißtreibend werden). Auch für den kürzeren Ausritt bei Wintersonnenschein – in Kombination mit einem wärmeren Pullover drunter – ist die Daunen-Reitweste das ideale Modell. Membranen: Gore tex und "Company" haben die Allwetter-Mode vollständig umgekrempelt Bei der Überbekleidung (Reitblousons, Reitmäntel, Outdoor- Jacken), die gegen Wind und Regen schützen soll, spielen die Naturfasern inzwischen eine untergeordnete Rolle. Sie kommen allenfalls als imprägniertes Mischgewebe zum Einsatz. Den gesamten Outdoor-Bekleidungsmarkt haben neue Materialien umgekrempelt: Gore tex ist eine aus "gerecktem" Teflon bestehende Membrane mit stark wasserabweisender Oberfläche. Durch den Reckvorgang entstehen kleinste Poren an der Oberfläche. Diese Poren sind ungefähr 20.000-mal kleiner als ein Wassertropfen, aber zirka 700-mal so groß wie ein Wasserdampfmolekül. Dadurch kann abgegebene Körperfeuchtigkeit in einem gewissen Umfang hindurch entweichen. Gore Tex wird immer in Verbindung mit einem Trägergewebe verarbeitet und ist für Reiter mit extremen Ansprüchen empfehlenswert. Wind- und wasserdichtes Material Sympatex ist eine hauchdünne Kompaktmembran auf Polyesterbasis. Der Feuchtigkeitstransport geschieht auf chemischelektrischem Weg: Ein Teil der langen PES-Molekülketten zieht Wassermoleküle an (hydrophil), der andere Teil stößt sie ab (hydrophob). Über die hydrophilen Teile werden die Wassermoleküle nach außen transportiert. Als völlig geschlossene Membran ist Sympatex absolut winddicht und wasserdicht. Texapore ist keine Membran, sondern eine hochwertige mikroporöse Beschichtung, die – wie manche Anbieter feststellen – sowohl in der Wasserdichtigkeit als auch im Feuchtigkeitsdurchgangswert geringfügig schlechter abschneiden soll als Membranen. Mikroporöse Beschichtungen werden direkt auf das Trägergewebe aufgetragen. Nach dem Aushärten entstehen durch das Herauslösen einer Komponente Poren. Extratipp vom PFERDEANZEIGER Übrigens: Auch Handschuhe mit Membrane gibt es mittlerweile – und das heißt: Endlich beim Winterausritt keine nassen, klammen Finger mehr. Beschichtungen: Von der Nylon-Jacke bis zum Waxed-Cotton- Mantel Als preiswerter Wetterschutz sind Jacken, Ponchos und Überhosen mit Polyurethan-Beschichtung (Nylon-PU) zu empfehlen. Sie lässt zwar keine Schwitzfeuchtigkeit nach außen dringen, ist aber auch wind- und wasserdicht. Generell ist Nylon (wie auch Perlon) ein sehr beliebtes Außenmaterial und wird gern zu Reitjacken (die dann zum Beispiel mit einem hautfreundlichen Baumwoll- Jersey-Futter versehen sind) verarbeitet. Nylon und Perlon sind versponnene Polyamid- Fasern, sehr biege-, scheuer- und reißfest. Bei starker UV-Bestrahlung altern sie allerdings vorzeitig. Silikon konnte sich nicht durchsetzen Die in manchen Bereichen der Outdoor-Bekleidung verwendete Silikon-Beschichtunhat sich gegenüber der gewachsten Baumwolle (waxed cotton) bei Reitmänteln und -jacken nicht durchgesetzt. Silikone sind Polymere, die aus Silizium-Sauerstoff-Ketten mit Alkyl- oder Aryl-Seitengruppen aufgebaut sind. Mit ihnen werden – bei Bekleidungsstücken – Stoffe erst nach dem Weben beschichtet, um sie wasserdicht, Kälte- und UV-resistent zu machen. Hochwertige Elastomere – zum Teil mehrfach aufgetragen – erhöhen die Reißfestigkeit und UV-Beständigkeit noch um ein Vielfaches. Sind nach wie vor der große Renner: Waxed-Cotton-Produkte Die beliebten Waxed-Cottonoder Oilskin-Produkte haben sich tatsächlich zu den Klassikern unter den Outdoor-Regenmänteln und -jacken gemausert. Sie bestehen bei hochwertigen Modellen aus schwerem Tuch aus langstapeliger, meist australischer Baumwolle mit 22 Schuss- und Kettenfäden je Zentimeter. Das Garn ist vor dem Weben geölt und gewachst, sodass auch bei starkem und anhaltendem Regen der Geländereiter absolut trocken bleibt. Gute Wintermodelle sind tragefreundlich gefüttert und sogar mit ausknöpfbarem Teddyfutter erhältlich. Strümpfe und Schuhe: Nie mehr kalte Füße – kein unerfüllbarer Wunschtraum Wer je auf einem windumtobten, matschigen Reitplatz versucht hat, sein Pferd zu longieren, kann ein Lied davon singen: Die Füße werden zu Eisklumpen. Ähnlich jammern auch Geländereiter nach langer Tour. Die Fußbekleidung fängt daher im Winter bereits bei den Strümpfen an. Die Socken regeln, ebenso wie das Futter des Schuhs oder Stiefels, das Fußklima und sorgen für Komfort. Dicke Sohlen, gepolsterte Fersen und Zehen wirken druckmindernd. Für Kälteempfindliche empfehlen sich dünne Unterziehsocken aus Polypropylen wegen des ausgezeichneten Schweißtransports. Darüber kommen warme Reiterstrümpfe Über diesen dünnen Socken (oder solo) werden spezielle Reiterstrümpfe oder Trekkingstrümpfe getragen. Beide sind knielang, eng anliegend, rutschfest und faltenfrei. Empfehlenswert sind Strümpfe aus stabilen Kunstfasergemischen. Diese Gemische nehmen kaum Feuchtigkeit auf. Sie verhindern so Verdunstungskälte und halten den Fuß schön warm. Natürlich trocknen sie auch sehr schnell. Besonders mollig sind Woll- oder Faserpelzstrümpfe Natürlich gibt es auch Strümpfe aus reiner Wolle, sie wärmen besonders gut. Stabiler und reißfester sind allerdings solche mit Kunstfaserbeimischung. Ein bis zwei Nummern größer muss das Schuhwerk gewählt werden, wenn über Unterziehsocken aus Polypropylen Faserpelzsokkets (etwa knielang) gezogen werden, denn Faserpelz trägt auf. Reitschuhwerk in allen Variationen PVC-Reitstiefel – neu mit Thermikfutter – sind eine winterliche Alternative zum normalen PVCoder Gummi-Reitstiefel. Deutlich wärmer halten allerdings Thermo- Reitstiefel, da sie verschiedene High-Tech-Materialien kombinieren. Fürs Herumwaten in Schnee und Matsch kommt der altbewährte Gummistiefel mit rutschsicherer Profilsohle nie außer Mode. Als praktische Überziehschuhe (zum Beispiel über Lederreitstiefel) bieten sich Galoschen mit angenehm griffiger Sohle an. Extratipp von PFERDEANZEIGER Gelände- und Trekkingreiter finden im Rangerstiefel einen Ganzjahres-Allwetter- Reitschuh. Dieser tolle Schuh ist fürs Reiten, Führen (auch über extrem schwieriges Geläuf) und für die Arbeit am Pferd gleichermaßen ideal geeignet ist. Hergestellt von einem Schuhmacher und Wanderreiter, besteht er aus natürlich gegerbtem Leder mit wirklich rutschfester, FCKW-freier, speziell luftpolstergeschäumten PU-Sohle und Klimakorkeinlage. Und noch ein nützlicher Rat vom PFERDEANZEIGER: Da auch der längste Reitmantel nicht die Füße umschließt, montiert der umsichtige Geländereiter so genannte Tapaderos, schützende Kappen aus Leder als Regen- und Kälteschutz an seine Steigbügel. Es gibt mittlerweile auch spezielle Wandersteigbügel in Form der sehr bequemen und sicheren Gardian-Bügel mit montierten Tapaderos zu kaufen. Kopfbedeckungen: Der Reithelm sollte stets der Favorit Nr. 1 beim Reiten sein Aus Sicherheitsgründen sollte der Reithelm Favorit Nr. eins beim Reiten – vor allem im Gelände – bleiben und, wie weiter oben beschrieben, notfalls mit einer feinen, aber wärmenden Jägerunterziehkapuze kombiniert werden. Da viele Reiter es entsprechend ihrer Reitweise (Western, Trekking, Gardian und so weiter) es jedoch als Stilbruch betrachten, eine traditionelle Kappe zu tragen, weichen sie auf die zur Ausrüstung von Pferd und Reiter passenden Kopfbedeckung, meistens einen s c h i c k e n Hut, aus. Letztere gibt es jetzt allerdings auch mit einzulegender Hartschale, sodass der Sicherheit Genüge getan wird. Mediendienst Wienkamp Wir bedanken uns … … bei Bettina Heining vom "Reiter-Outlet-Store" in Essen (www.ros-shop.de), die als Fachberaterin für uns eine repräsentative Auswahl an passender Winterkleidung für Reiter zur Verfügungstellte und gemeinsam mit dem P F E R D E - ANZEIGER auch das Fotoshooting betreute.  
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