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Leistungsprüfung Kaltblut 2006
Vier Hengste und sieben Stuten hatten sich am 4. 11. 2006 zur Leistungsprüfung des Stammbuches für Kaltblutpferde Niedersachsen e. V. in der Hengstprüfungsanstalt in Adelheidsdorf eingefunden. Etwas früher im Jahr als sonst konnte Zuchtleiter Dr. Clar die Teilnehmer und Zuschauer bei erträglichen Temperaturen begrüßen. Aus dem Emsland angereist war dieses Mal der FN-Richter Rainer Korfsmeier aus Salzbergen. Er verfügt über nationale und internationale Richterfahrungen und hat sich im Gespräch als absolut vielseitiger Pferdemann entpuppt. Nach der Veranstaltung erläuterte er den Teilnehmern, wie man die Geschirranpassung verbessern kann, aber auch, dass man in Zukunft das Training in Hinblick auf Kondition bei manchen Pferden verbessern muss. Der Sicherheitsaspekt sollte stärker berücksichtigt werden. So ist es sehr leichtsinnig, die Leinen am Boden abzulegen, wenn man das Pferd anschirrt. Viele schwere Unfälle hat es dadurch schon gegeben. Zahlreiche Tipps, die man unbedingt beherzigen sollte, konnte man mit heim nehmen. Die höchste Endnote in der Leistungsprüfung erreichte in diesem Jahr die Schleswiger Stute Rivera v. Munkedal aus der Zucht von Klaus zum Berge, Fallingbostel, der seine Stute auch selbst vorstellte und gut für diese Prüfung vorbereitet hatte. Hohe Noten in Schritt, Trab, Charakter und Temperament und in der Fahrtauglichkeit ließen Rivera mit einer 7,87 nicht nur zur besten Stute avancieren, sondern das war die Tageshöchstnote schlechthin. Klaus zum Berge, der zwei Wanderpokale für die beste Stute und den besten Hengst gestiftet hatte, als Anreiz mit immer besser trainierten Pferden in die Öffentlichkeit zu treten, durfte in diesem Jahr den Stutenpokal selbst in Empfang nehmen. Nach dreimaligem Gewinn eines solchen Pokals darf man ihn als sein Eigentum betrachten. Ob es Klaus zum Berge, der seine Pferde immer wieder sehr erfolgreich auf solchen Prüfungen vorstellt, dieses in die Tat umsetzten wird, darauf darf man gespannt sein. Über den Siegerhengstpokal konnte sich Uta Becker aus Badel- Thueritz mit ihrem Ottokar freuen, einem Braunschimmel von Asbach, der in der Endnote eine 7,63 erreichte und dessen Charakter und Arbeitswilligkeit deutlich über dem Durchschnitt lagen. Zweitbester Hengst und in der Gesamtwertung auf Rang drei lag der dreijährige Condor II v. C. F. Antigon aus einer Adorantmutter. Er wurde von seinem Besitzer Dieter Bösche, Tosterglope, selbst vorgestellt und wurde im allgemeinen Leistungsvermögen überdurchschnittlich eingeschätzt. Das ist sicher richtig, doch verhinderte etwas jugendlicher Übermut eine Spitzenplatzierung. Der beeindruckende Fuchs erreichte eine Endnote von 7,23. Den 4. Platz in einer Gesamtbewertung teilten sich ein Hengst und eine Stute: Aaron v. Adrian, B. Hans-Dieter Maathuis, Emlichheim, brillierte durch seinen guten Charakter und die hohe Konzentration auf die Arbeit, während Asta v. Marc, B. Geert Joostberends, Neuenhaus, über ein gutes allgemeines Leistungsvermögen verfügt. Beide erhielten eine 7,07. Text und Fotos: M. Schwöbel  
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