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REIN-O-MANIA 2006
Reining at its best Was auf dem diesjährigen Rein-O-Mania in der Ostbayernhalle in
Kreuth an sportlicher Leistung gebracht wurde, war absolute Spitzenklasse.
Sowohl die Non Pros als auch die Open- Reiter zeigten
hervorragende Ritte, selbst die Umläufe für die Finals ließen an
Spannung nichts zu wünschen übrig. Von Vorteil waren sicher auch
die am darauf folgenden Wochenende
stattfindenden Weltreiterspiele
in Aachen. Viele internationale
Teilnehmer brachten
teilweise sogar ihre WEGPferde
an den Start, um sie noch
etwas zu schulen, manche "schulten"
auch einfach sich selbst un
ihr Showing. Die Mannschaft von
Großbritannien war vollzählig
angetreten, aus Belgien Cira Baeck
und Bernhard Fonck, für Israel
Ilan Rosenberg, übrigens mit
einem Pferd aus deutschem Besitz
(Martin Steck und Babsi Seibold),
Chic Freckle Olena dann
in Aachen mit einem Score von
214,0 sowie unser Kaderreiter Nico
Hörmann.
Ein Highlight der Veranstaltung
war zweifellos der sensationelle
Ritt von Martin Larcombe auf
Red Chic Peppy in der Lawson
Trophy Open, ein Score von 229,0
war nahezu weltmeisterlich.
Martin Larcombe, der jetzt mit
Red Chic Peppy wieder einmal
die Weltrangliste anführt, und
auch seine Schwester Shauna hatten
auch noch andere Pferde im
Gepäck, die in den Open- Prüfungen
eine gute Figur machten.
Auch der Kaderreiter Nico Hörmann
konnte auf Smart Spookster
richtig punkten beim Richterduo
Eugenio Latorre und George
Maschalani, an seinen Score
von 148,0 im Derby Open
reichte niemand heran, obwohl
es im Go deutlich enger aussah,
eine Spitzenperformance war
dort der nächsten gefolgt.
Es ist schon beinahe unmöglich,
einzelne Ritte hervorzuheben, da
man so viele gute sehen durfte,
dass es dem nicht professionellen
Auge mehr als schwer gefallen
sein dürfte, die feinen Unterschiede
zu sehen, die nur noch
in Finesse und Eleganz lagen,
nicht mehr in den technischen
Fehlern.
Auch die Non Pros stiegen voll
ein, vor allem für Daniel Arnold
war es ein überaus erfolgreiches
Turnier, gekrönt vom Sieg in der
Futurity Non Pro mit Mr Tori
King. Auch der belgische Kaderreiter
Bernard Fonck konnte
außer mit dem Gewinn der Trophy
in der Futurity Open mit ND
Miss Sailor Jac mit seiner Leistung
auf dem Turnier zufrieden
sein, ebenso wie das Publikum
sich durch tollen Sport zu Begeisterungsstürmen
hinreißen
ließ.
Schade, dass einige den Weg
nach Kreuth nicht auf sich genommen
hatten und vielleicht
lieber das Livestreaming verfolgten,
dass sich außerordentlicher
Beliebtheit erfreute. Seitens des Veranstalters wurde
alles unternommen, um sowohl
den Reitern als auch dem Publikum
größtmögliche Unterhaltung
anzubieten.
Das Rahmenprogramm umfasste
unter anderem mehrere Fachvorträge,
die jeweils in den
großzügig bemessenen Mittagspausen
gehalten wurden, darunter
ein Vortrag von Dr. Michael
Schöberl zum Thema Chiropraktik
beim Pferd, eine Einführung
in Natural Balance
Shoeing von Hufschmied Willi
Wink sowie einen Einblick in die
Psychologie des Pferdes von Daniela
Bühler aus der Schweiz.
Für abendliche Unterhaltung
sorgte Luis El Cubanito mit seinem
Ensemble auf der Salsa-Party
am Freitag, die Messeparty für
die Champions am Samstag war
besser besucht, da viele Reiter ihre
wichtigen Prüfungen hinter
sich hatten und dort ausgelassen
bis in die Morgenstunden feierten.
Durchs Showprogramm
führte wie immer souverän zweisprachig
Moderator Frank Breitbarth,
der auch die Futurity Finalisten
im feierlichen Rahmen
präsentierte, wie immer musikalisch
begleitet von Barbara
Maaßen mit "Run fort he Roses".
Auch der Hallensprecher, Stefan
Andreijs aus Österreich, gab alles.
Außer einer fachkompetenten
Moderation, die reichhaltige
Informationen über Reiter und
Pferde enthielt, personalisierte
er zu aller Erheiterung auch mit
perfekt ausgewählter Hintergrundmusik
einzelne Ritte. So
showte zum Beispiel Larcombe
aus Australien bei "Down under",
Vern Sapergia war als
"Sharp Dressed Man" unterwegs
und Uli Kofler und Jacs Ready
To Slide waren zu "Hit the road,
Jack" rasant auf den Zirkeln.
Ein Kompliment ans Showmanagement
von den Reitern: bisher
nie da gewesen war eine genaue
Anfangszeit für die Starts
auf den Starterlisten. Dies ermöglichte
den Teilnehmern eine
bessere Zeiteinteilung ihrer
Ritte und Vorbereitung und
klappte auch durchweg gut, die
Verspätungen waren minimal.
Besondere Verdienste um das
Gelingen der Show hatte eindeutig
das Team, das nach der
vorher abgehaltenen EM einen
Boden in der Ostbayernhalle vorfand,
dessen Zustand man getrost
mit desolat bezeichnen
kann. Allen voran dem Trainer
Adi Wagner, der einen eigens
von im weiterentwickelten Prototyp
eines Hallenbodenbearbeitungsgerätes
(Wagner Ranch
Dragon 300) per LKW von seiner
Anlage nach Kreuth bringen
ließ und zusammen mit den Paddock-
Managern Karolin Zimmerer
und Jörg Sedlmeir in nächtlicher
Schwerstarbeit den Boden
wieder aufarbeitete, so dass sich
den Reitern optimale Bedingungen
boten, das wohlgemerkt,
trotzdem Wagner einige Pferde
zu reiten und Non Pros zu betreuen
hatte.
Überhaupt sah man viel Zusammenarbeit
und Teamwork
bei diesem Turnier, nicht selten
standen die Profis als Doormen
zur Verfügung, wenn Not am
Mann war, die Stimmung war
spürbar stressfrei und entspannt,
man hatte den Eindruck, als wäre
dies trotz des internationalen
Teilnehmerfeldes ein sehr familiäres
Turnier.
Infos unter:
www.reinomania.de
@-Mail.: info@reinomania.de
Text & Fotos /
Copyright Horses by Harth |
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