 |
| Veranstaltungen
|
 |
Vollständigen Artikel mit Bildern als PDF herunterladen: Veranstaltungen |
 |
 |
Textversion:
Erfolgreiche Absolventen im
Veranlagungstest Insgesamt 29 Hengste – Warmblut, Haflinger, Reitponys und Friesen
– beendeten am 7. November erfolgreich den von ihnen gemäß
Zuchtbuchordnung geforderten Veranlagungstest bzw. die Hengstleistungsprüfung
im Leistungsprüfungszentrum auf der Olympia-
Reitanlage München-Riem. Die Trainingsleitung für den Bereich
Reiten lag wie immer in den
bewährten Händen der beiden
Pferdewirtschaftsmeister Carsten
Lenz und Anita Schweiger,
die gemeinsam mit ihrem eingespielten
Team die Hengste
nicht nur bestmöglich förderten
und auf den abschließenden Leistungstest
vorbereiteten, sondern
auch auf eine sorgfältige Pflege
und Fütterung achteten. Für das
Training und die Prüfungsvorbereitung
der Haflingerhengste
und des einzigen Friesenhengstes
im Bereich Fahren zeichnete
in bewährter Weise Karl-Heinz
Geiger in Zusammenarbeit mit
Stefanie Ziemert verantwortlich.
Als Richter konnten für den Bereich
Reiten Bruno Six und Johann
Speth, für den Bereich Fahren
bei Haflingern und Friesen
zusätzlich Gunter Herppich gewonnen
werden. Die tierärztliche
Betreuung oblag Dr. Michael
Zeitelhack von der Pferdeklinik
München-Riem. Warmblut
19 Warmbluthengste absolvierten
vom 9. Oktober bis 7. November
2006 den 30-tägigen Veranlagungstest.
Die allesamt dem
Jahrgang 2003 angehörenden
Junghengste wurden im abschließenden
Leistungstest dem Richtergremium
gemäß der Richtlinie
im Freispringen sowie in einer
Dressuraufgabe unter dem
Sattel vorgestellt.
Überzeugende Leistungen in
Dressur und Springen lieferte der
bayerisch gezogene Fürst Schölling
(v. Florestan I – Sir Schölling,
Z.: Dr. G. Heuschmann, B.:
Dr. R. Heuschmann). Der Hengst
erhielt in der Endbewertung für
Schritt und Galopp mit 8,5 die
höchste Note, ebenso mit 9,0 für
Interieur, welche noch ein zweites
Mal an Lallier U (v. Lancer II
– Caletto II, Z.: A. Url, B.: Hengststation
Bachl) vergeben wurde.
Die Bewertung seiner Springanlage
lag mit 8,5 ebenfalls über
dem Durchschnitt. In der Gesamtnote
erreichte der Hengst
mit 8,72 das beste Ergebnis, in
der dressurbetonten Endnote lag
er mit 8,56 ebenfalls vorn.
Die höchste Trabnote erreichte
mit der 8,75 Fürst Scheurenhof
(v. Fürst Heinrich – Wall Street,
Z.: S. Zimmer, B.: G. u. L. Kellerwessel)
von der Station Wadenspanner.
Esther Appel und Georg Schweiger,
beide bis zur Schweren Klasse
im Dressur- bzw. Springsattel
erfolgreich, hatten dankenswerterweise
die verantwortungsvolle
Aufgabe übernommen, die
Youngster als Fremdreiter sorgfältig
und dem Alter entsprechend
zu testen. Herausragende
Rittigkeitswerte wurden Radcliffe
(v. Rivero II – Pik Bube I,
Z.: F. Sanladerer, B.: HuLG
Schwaiganger) von Fremdreitern
und Trainingsleitung bescheinigt.
Mit einer Note von 9,38 stellte
der amtierende Süddeutsche
Champion und Bundeschampionatsfinalist
seine Rittigkeit
eindrucksvoll unter Beweis.
Insgesamt präsentierte sich die
Prüfungsgruppe mit Gesamtnoten
zwischen 7,53 und 8,72 auf
hohem Niveau eng zusammenliegend.
In den dressur- bzw.
springbetonten Endnoten kristallisierten
sich mit Radcliffe, der
am 16. November bei der Nachkörung
im Rahmen der Vorauswahl
zur Süddeutschen Körung
2007 gekört wurde, und Maximus
(v. Münchhausen – Luxus,
Z. u. B.: K. Faulhaber), der für
das Süddeutsche Championat
des 3-jährigen Reitpferdes nominiert
war, zwei Dressurspezialisten
heraus. Bei den Springern
lagen Conte Cristo (v. Contendro
– Graf Grannus, Z.:
F. Mahnke, B.: HuLG Schwaiganger)
und Caral (v. Caretino –
Alcatraz, Z.: IBS K. Heinz, B.:
M. Eitel) in der springbetonten
Endnote auf den ersten beiden
Plätzen.
Haflinger
Zum 30-Tage-Test für Haflingerhengste
waren sechs Prüflinge
im Alter von drei und vier Jahren
am 9. Oktober auf Station gekommen.
Alle Hengste waren
2004 bzw. 2005 süddeutsch
gekört worden. In der Eigenleistungsprüfung
hatten sie neben
dem Freispringen, der Grundgangartenbewertung
unter dem
Sattel sowie der Überprüfung der
Rittigkeit durch zwei Fremdreiter
auch einen Geländeparcours
zu bewältigen. Darüber hinaus
stand die Überprüfung der Fahranlage
als Bestandteil des 30-Tage-
Tests auf dem Programm. Die
Überprüfung der Rittigkeit hatten
die beiden erfahrenen Fremdreiterinnen
Constanze Jonas und
Sonja Gensheimer übernommen.
Als Gesamtsieger wurde Alibaba
(v. Aladin – Showman, Z.: L. u.
M. Rehse, Carpin, B.: E. Linder,
Roßhaupten) ermittelt, der im
Teilwert Reiten mit 7,80 an der
Spitze lag und im Teilwert Fahren
mit 7,48 den zweiten Platz
belegte. Die beste Bewertung im
Fahren erhielt Argentinus
(v. Amsterdam – Sterndeuter, Z.:
H. Neudecker, B.: M. Zuhr), hier
ergab sich eine Note von 7,76.
Die Gesamtnoten aller sechs
Hengste bewegten sich mit einer
Spanne von 7,09 bis 7,76 allesamt
im ziemlich guten Bereich.
Reitponys
Drei Reitponys, darunter ein
Welsh-C-Pony, das gemäß den
Richtlinien in einer eigenen Prüfung
gewertet wird, absolvierten
ihren 30-Tage-Test im selben
Zeitraum. Zusätzlich zu den an
die Haflinger gestellten Anforderungen
hinsichtlich Grundgangarten,
Rittigkeit und Springanlage
wurde letztere bei den
Ponys außerdem im Parcoursspringen
überprüft. Über zwei
Tage wurde am 6. und 7. November
2006 die Abschlussprüfung
durchgeführt. Nur zwei
Hundertstel trennten den Erstund
Zweitplazierten der Ponys,
Fürsthof’s Very Nice (v. Valento
– Mambo Moscan, Z. u. B.:
S. Stöcklein) und Singold’s Cavalin
(v. Creston Dundee – Synod,
Z.: F. Seiler, B.: I. Seiler) voneinander.
Nur Nuancen waren
es, die in den verschiedenen Bewertungskriterien
mal den einen,
mal den anderen vorne sahen.
Ganz knapp ging schließlich
Fürsthof’s Very Nice mit der
Endnote 7,91 als Sieger hervor.
Der einzige angetretene Welsh-
C-Hengst Singold’s Journée
(v. Menais JR Junior – Menai
Myrddin, Z.: F. Seiler, B.:
B. Schramm) konnte leider verletzungsbedingt
den zweiten Abschlussprüfungstag
nicht mehr
absolvieren, und so wurde sein
Prüfungsergebnis gemäß Richtlinie
hochgerechnet. Er beendete
die Prüfung mit der Gesamtnote
8,18.
Friesen
Etwas einsam war Gulden vom
Wendelstein, der als einziger
Friesenhengst in diesem Jahr seinen
50-Tage-Test in Riem absolvierte.
Vom 19. September bis
7. November war er im Leistungsprüfungszentrum
aufgestallt
und wurde auf seinen umfangreichen
Abschlusstest vorbereitet.
Friesenhengste werden
nämlich nicht nur in den Grundgangarten
unter dem Sattel und
vor der Kutsche bewertet, sie
müssen sich auch vor dem
schweren Zug beweisen und eine
Geländehindernisstrecke unter
dem Sattel absolvieren. Und
natürlich werden sie auch von
Fremdreitern bzw. -fahrern geprüft.
Volles Programm also für
den vierjährigen Hengst.
Constanze Jonas und Sonja
Gensheimer testeten den Hengst
unter dem Sattel, Michael
Schmidt, Leiter der Bayerischen
Landesreit- und -fahrschule, stellte
sich freundlicherweise als
Fremdfahrer zur Verfügung. Alle
drei befanden den Hengst in
der jeweiligen Disziplin als im
guten Bereich liegend. Mit einer
Gesamtnote von 7,96 schloss Gulden
vom Wendelstein (v. Douwe
fan de Kadyk – Gerlof, Z. u.
B.: F. X. Obermaier, Bad Feilnbach)
seine Prüfung ab.
Die Ergebnisse der 29 Absolventen
und auch deren Konstitution
während des abschließenden
Leistungstests zeigen,
dass Prüflinge im Leistungsprüfungszentrum
München-Riem
gut aufgehoben sind. Erfahrene
Ausbilder, fachkundige Pflege
und Fütterung sowie tierärztliche
Aufsicht über die Hengste
sind die Garanten für einen bestmöglichen
Prüfungsverlauf.
Auch 2007 werden wieder zahlreiche
Leistungsprüfungen in
München-Riem durchgeführt. |
 |
 |
Nächste Artikel dieser Ausgabe: Veranstaltungen, Veranstaltungen, Veranstaltungen, Veranstaltungen, Veranstaltungen |
 |
| zurück |
 |
|
|