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Atemwegserkrankungen des Pferdes
"Unbrauchbarkeitsurteil" Nr. 1? Bereits im November berichteten wir in unserer Serie "Pferdegesundheit"
über Tigger, dem Tinkerwallach mit dem "Unbrauchbarkeitsurteil"
Nr. 1: Dämpfigkeit! Nach umfangreicher veterinärmedizinischer
Therapie erklärten die behandelnden Tierärzte
der Pferdebesitzerin im Januar 2006, dass Tigger dämpfig sei
und alle Behandlungen, die in der Klinik und schon vorher stattgefunden
haben, nicht angeschlagen hätten und es aus veterinärmedizinischer
Sicht keine Behandlungsmethode mehr gäbe. Die Probleme mit Tigger fingen
bereits im Sommer 2002 mit einer
sehr schweren Kolik an, damals
war er noch keine 1,5 Jahre alt.
Seit dem Jahr 2003 kämpfte Tigger
immer wieder mit Husten,
Infektionen, allergischen Hautreaktionen
(Nesselfieber bzw.
Urticaria) und Koliken. Schwere
Infekte mit hohem Fieber beeinträchtigten
in regelmäßig wiederkehrenden
Abständen Tiggers
Wohlbefinden. Massive
Hustenattacken und asthmatische
Anfälle weiteten sich aus.
Ganz schlimm wurde es dann im
Jahr 2005: Tiggers Kreislauf drohte
zusammenzubrechen, und die
Asthmaattacken wurden so
schlimm, dass Tigger im März
2005 sowie ein zusätzliches Mal
im September 2005 in die Pferdeklinik
eingeliefert werden
musste, weil eine Therapie am
Heimatstall nicht mehr möglich
erschien. Im Januar 2006 dann,
nach wenigen Monaten des letzten
Klinikaufenthaltes, kam der
totale Zusammenbruch. Tigger
hustete so schlimm, dass die Besitzerin
Angst hatte, er würde
zusammenbrechen. Transportfähig
war er im Januar 2006 nicht
mehr, sodass sich ein weiterer
Klinikaufenthalt während dieses
Zeitraums gar nicht mehr umsetzen
ließ. Die Diagnose der
Tierärzte lautete: Dämpfigkeit!
Tigger war zu diesem Zeitpunkt
gerade einmal 4,5 Jahre alt!
Ende Februar 2006 wandte sich
Frau Heiligers an mich. Ich führte
eine Biofeld-Haaranalyse
durch und wir begannen mit der
homöopathischen Therapie und
mit einer Optimierung der Fütterung.
Von diesem Zeitpunkt
an ging es stetig bergauf, und
heute, nicht einmal ein Jahr später
(wir schreiben den 31.12.06
bei Verfassung dieses Artikels),
ist Tigger – ja, man möchte sagen,
wieder ganz gesund. Die positive
Entwicklung von Tigger
möchten wir den vielen betroffenen
Pferdehaltern nicht vorenthalten,
sondern veröffentlichen,
denn: Es gehört manchmal
viel Mut, Einfühlungsvermögen,
Verantwortungsbewusstsein, eigene
Lernprozesse und ganz besonders
viel Liebe dazu, ein bereits
aufgegebenes Pferd dennoch
therapieren zu lassen und
auch "leben zu lassen".
Tigger steht für viele Pferde mit
der Diagnose: chronisch obstruktive
Bronchitis, chronisch
allergische Bronchitis und Dämpfigkeit.
Tigger steht aber auch für
Wohlergehen, Gesundheit, Lebensqualität,
optimale Fütterungs-,
Haltungs- und Therapiebedingungen
und vor allem
dafür, dass chronische Atemwegserkrankungen
eben kein
"Unbrauchbarkeitsurteil" sein
müssen:
Tigger – die Fortsetzung
von Sandra Heiligers, Besitzerin von
Tigger: Heiligersnrw@aol.com
Hallo, Pferdeliebhaber!
Wie ich Euch schon im Bericht
der Novemberausgabe 2006 geschildert
habe – Stand September
2006 –, ging es Tigger mittlerweile
wieder ganz gut. Tigger
hatte eine große Box mit einem
entsprechenden Sandpaddock,
stand auf Leinstroh und bekam
Heulage zu fressen. Im restlichen
Stall standen die anderen Pferde
alle auf gehäckseltem Stroh
und bekamen Heu.
Auch das Pferd direkt neben Tigger
wurde so eingestreut und gefüttert.
Während des Sommers
war das eigentlich nicht so tragisch
und Tiggers Genesung ging
weiter voran. Die Pferde kamen
viel raus und die Box hatten wir
unterhalb der Stallwände hermetisch
gegen das Stroh/Heu
und die damit verbundenen
Schimmel- und Pilzsporen versiegelt.
Aufgrund des teilweise miserablen
Wetters jedoch verbrachten
Tigger und die anderen Pferde
dann wieder mehr Zeit im Stall
und er fing wieder vermehrt an
zu husten, und auch der Schleim
lief aus seinen Nüstern.
Im Hinblick auf den bevorstehenden
Winter und die Angst,
dass er einen Rückfall erleiden
könnte, entschloss ich mich
schweren Herzens dazu, ihn umzustallen.
In meinen Augen hatten wir zwar
alles, was möglich war, zu optimieren,
auch in die Tat umgesetzt,
nur für mich und für Tiggers
vollkommene Genesung
war das leider noch nicht ausreichend.
Ich hatte nach langer Suche das
unglaubliche Glück, dass ich
ganz in der Nähe einen Stall fand,
in welchem alle Pferde auf Leinstroh
stehen und auch alle Pferde
mit Heulage gefüttert werden.
Es handelt sich um einen
Stall, der in meinen Augen einer
offenen Stallhaltung sehr nahe
kommt.
Tigger und ich hatten großes
Glück, denn wir haben die allerletzte
Box im neuen Stall bekommen
und sind heute immer
noch sehr dankbar. Danke noch
einmal, Melanie!
Die Pferde kommen von morgens
bis abends in einzelnen Herdenverbänden
raus und sind lange
an der frischen Luft. Es gibt
genügend Frischluft in der Stallgasse,
und auch der Rest der Reitanlage
wurde so konzipiert. Die
Putzplätze sind draußen und es
kann, aufgrund einer kleinen
Überdachung, das ganze Jahr
draußen geputzt werden.
Tigger kommt nur zur Fütterung
und zum Schlafen rein. Im Sommer
werde ich versuchen, ihn dann auch ganz draußen zu lassen,
denn dank der Behandlung
durch Frau Nehls und der Vorsicht
beim Anweiden und der
Weidegänge haben wir im Jahr
2006 keine Kolik zu verzeichnen
gehabt und ich hoffe, dass das
auch dieses Jahr so bleibt!
Der größte Traum wäre jetzt nur
noch, wenn Tigger Tag und
Nacht der Box fern bleiben könnte
– eben ein richtiges Robustpferd
werden würde.
Um Tigger das Umstallen zu erleichtern,
bekam er ca. 3 Wochen
vorher schon unterstützende
Mittel, um sein Immunsystem
bestmöglich auf die fremde Bakterien-
und Keimflora im neuen
Stall vorzubereiten.
Am 27.Oktober 2006 sind wir
dann umgezogen. Tigger hat das
Umstallen hervorragend verkraftet.
Und: er hat seitdem nicht
einmal mehr gehustet und aus
der Nase kam kein Schleim mehr!
Anfang Dezember 2006 bekam
Tigger dann seine Tetanus-Impfung
und wurde von der Tierärztin
vorher abgehört.
Sie konnte es kaum glauben,
denn es war alles in Ordnung
und auch die Impfung hat ihm
keinerlei Probleme bereitet. Das
konnte ich gar nicht so richtig
glauben, und deshalb haben wir
zwei Wochen später noch einmal
eine Haarprobe an Frau
Nehls zur Analyse geschickt.
Rechtzeitig zu Heiligabend kam
das Ergebnis: Alles ist bestens.
Das war das schönste Weihnachtsgeschenk!
Tigger ist ein
ganz anderes Pferd geworden,
er flitzt nun bockend und grunzend
über das Paddock, er galoppiert
mit mir Runde um Runde,
und man kann ihm richtig
ansehen, dass er nun wirklich
ganz gesund ist und genügend
Luft bekommt.
Ich möchte an dieser Stelle noch
einmal allen Pferdebesitzern Mut
machen, die ähnliche oder andere
Probleme mit Ihrem Pferd
haben, nicht zu schnell aufzugeben!
Ich weiß, dass so etwas
sehr nervenaufreibend ist und es
an die eigene Substanz geht, aber
es gibt solche Wunder – man darf
nur nicht aufgeben. Irgendwo ist
immer ein Weg!
Ich wünsche Euch viel Glück und
Stärke, eure Sandra und ein
glücklicher gesunder Tigger
An dieser Stelle möchte ich eine
kurze Zusammenfassung der
Therapie geben:
Tigger wurde durch eine homöopathische,
isopathische und ergänzend
phytotherapeutische
Therapie von mir behandelt. Die
gesamte Therapie wurde aufgrund
einer Biofeld-Haaranalyse
von Tigger über eine weite
Entfernung durchgeführt. Insgesamt
dauerte die Therapie kein
Jahr; die medikamentöse Therapie
beanspruchte insgesamt ca.
5 Monate.
Die Therapie wurde in regelmäßigen
Abständen überprüft
und neu angepasst. Überwiegend
wird für die medikamentöse
Therapie ein Zeitraum
von ca. 3 Monaten ausreichend
sein, jedoch können Situationen
auftreten, in denen die homöopathischen,
isopathischen und
phytotherapeutischen Mittel länger
verabreicht werden bzw.
auch eine prophylaktische Therapie
mit speziellen für diese Therapieform
geeigneten Medikamente
nötig erscheint.
Über den gesamten Zeitraum
war ein stetiger Kontakt zwischen
Frau Heiligers und mir gegeben.
Probleme, die während
der Therapie entstanden – beispielsweise
litten während des
Therapiezeitraumes in Tiggers
ehemaligem Stall mehrere Pferde
an einer Virusinfektion der
Atemwege – wurden sofort besprochen und es wurden Maßnahmen
ergriffen. Sämtliche
tierärztliche Behandlungen, die
Frage, ob Tigger beispielsweise
zusätzlich bezüglich der im Stall
kursierenden Virusinfektion der
Atemwege tierärztlich (wie die
betroffenen Pferde) vorsorglich
behandelt werden sollte oder
nicht, welche Impfungen verabreicht
werden sollten/dürften,
Wurmkuren, sämtliche Fütterungs-
und Haltungsmaßnahmen,
kurzum – alles Wesentliche
wurde zwischen mir und
Frau Heiligers immer wieder
nach aktuellen Faktoren abgestimmt
und besprochen und erst
nach unserer Absprache umgesetzt.
Eine gute Zusammenarbeit
und Absprache, Vertrauen und
der Wille, auch manches ggf. Unbequeme
in die Tat umzusetzen,
sind für den Erfolg einer Therapie
neben vielen anderen Faktoren
ausschlaggebend! Ein nicht
zu unterschätzender Faktor ist
eine staubfreie und schimmelpilzfreie
Fütterung. Diese sollte
grundsätzlich zu Beginn der Therapie
umgesetzt werden, und
nicht selten hilft schon allein diese.
Bisher setzten wir bei Atemwegsproblemen
ergänzend zur
Therapie oder auch ohne weitere
Therapie unsere Kräutermischung
Husta-Mix und unseren
Hustensaft ein.
Problematisch blieb jedoch eine
staubfreie Rauhfutterfütterung,
da eine Umstellung auf Heulage
nicht immer praktizierbar ist.
Diesem Problem haben wir uns
2007 angenommen durch die Entwicklung
unseres Produktes
Heustaub-Stopp.
Heustaub-Stopp wird dem Wasser
zur Wässerung von Heu beigefügt
bzw. sollte zusätzlich auch
die Einstreu mit Heustaub-Stopp
besprüht werden. Umfangreiche
Informationen zu Atemwegserkrankungen,
viele Erfahrungsberichte
und unsere Produkte
mit Detailinformationen finden
Sie auf unserer Internetseite.
Tierheilkundezentrum,
Dipl.-Tierheilpraktikerin Claudia Nehls
Am Buchholz 3
33014 Bad Driburg
Tel.: 05648 963335
Fax: 05648 963334
Mobil: 0173 5157633
Internet:
www.tierheilkundezentrum.de
E-Mail:
tierheilpraxis1@t-online.de |
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