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Hindernisfahren beim Rolinck-Cup
Zum dritten Mal hatten die Veranstalter beim Rolinck-Cup in der Halle Münsterland zwei Hindernisprüfungen der Kl. S ausgeschrieben, eine für Pferde-Zweispänner, die andere für Pony- Vierspänner. Wie in den beiden Jahren zuvor erwies sich der Auftritt der ausgesuchten Gespanne wieder als ideales Kontrastprogramm zu den Spring- und Dressurprüfungen. Vor den beiden Fahrprüfungen hatte zuvor Hugo Simon den frenetisch mitgehenden Zuschauern im Preis der Westfälisch Lippischen Sparkassen, einer Springprüfung der Kl. S*** mit Stechen eine herausragende Bestätigung seiner reiterlichen Klasse gegeben, und das im Alter von 64 Jahren. Er wurde strahlender Sieger von knapp 60 Teilnehmern. So trafen denn die Fahrer auf ein reaktionsfreudiges Publikum, das mit Beifallsstürmen nicht geizte und mit tiefen Seufzern das Abräumen der Strafbälle quittierte, wenn diese dann durch die Landschaft flogen. Welsh-Bs Tizian, Tigris, Tivoli und Chico B siegten Bei den Pony-Vierspännern trafen erneut die beiden Lokalmatadore Tobias Bücker vom RV Emsdetten und Martin Thiemann vom RV St. Georg Saerbeck aufeinander. Dazu kam Karl-Heinz Wanstraht, Sieger dieser Prüfungen der Jahre 2005 und 2006. Tobias Bücker ist nach 1995 amtierender Deutscher Meister bei den Pony-Vierspännern. Martin Thiemann hatte diesen Titel 2004 gewonnen. Bei den DM 2006 in Riesenbeck konnte der Saarbecker die Bronzemedaille erringen. Wie in den beiden Vorjahren gingen außerdem Wilhelm Tischer vom RFV Neu-Isenburg/Hessen und Dieter Höfs vom LRFV Weil der Stadt/BaWü an den Start. Bereits in der ersten Runde setzte sich Tobias Bücker mit den Welsh-BPonys Chico B und Tigris, Tivoli und deren Vater Tizian an die Spitze, gefolgt von Karl-Heinz Wanstraht mit dem Welsh-B-Viererzug von Wolfgang Berning, Castrop-Rauxel. Auch beim zweiten Durchgang wurde Tobias Bücker Erster. Kein Fahrer blieb ohne Strafpunkte, sicher auch ein Ergebnis der relativ kleinen Hallenmaße, die den Parcoursbauer zu längeren Galoppstrecken, aber auch zum Bau enger Kurven veranlassten, sodass die Bälle leichter fielen. Ergebnis: 1.Tobias Bücker (195,10 Sek.), 2. Karl-Heinz Wanstraht (202,76 Sek.), 3. Martin Thiemann (203,7 sek.), 4. Wilhelm Tischer (210,54 Sek.), 5. Dieter Höfs (235,65 Sek.) Pferde-Zweispänner Im fünfköpfigen Teilnehmerfeld befand sich neben dem zweimaligen Sieger dieser Prüfung der beiden letzten Jahre Jürgen Schücker vom RFV Südlohn- Oeding e. V. auch der amtierende NRW-Meister Heinrich Kemper vom FRV Wettringen e. V., der wegen seiner fahrerischen Erfolge im Anschluss an diese Prüfung beim Rolinck-Cup 2006 das Goldene Fahrabzeichen entgegennehmen konnte. Der junge Wilhelm Slater vom FSV Alt-Bürener Land e. V., Heinz Hummelt vom RFV Vornholz e.V/Oelde und Martin Wörtmann vom RFV Alfhausen e.V./Osnabrücker Land hatten sich vorgenommen, auch bei ihrem Debüt in dieser Prüfung um vordere Platzierungen zu kämpfen. In der Endabrechnung zählten die nach beiden Umläufen addierten Zeiten zuzüglich der durch Ballabwürfe erzielten Strafzeiten. In der Gesamtabrechnung der beiden Umläufe lag Heinz Hummelt mit den beiden Orlowtrabern Aleksej und Gary (182,99 Sek.) vor dem Sieger der Jahre 2005 und 2006 Jürgen Schücker (190,46 Sek.). Heinz Hummelt hat nach seiner Zeit als erfolgreicher Turnierreiter bei Franz Weber, Ostenfeld, erst 2000 mit der Fahrausbildung begonnen. 2005 und 2006 nahm er an den NRW-Meisterschaften teil. William Slater (196,33 Sek.), Heinrich Kemper (201,06 Sek.) und Martin Wörtmann (205,47 Sek.) folgten auf den weiteren Plätzen. Unter nicht enden wollenden Laola-Wellen drehten die Lokalmatadore und die übrigen Teilnehmer mehrere Siegerrunden. Die Pferde-Zweispänner und die Pony-Viererzüge haben beim Rolinck-Cup ihren festen Platz errungen. Text und Fotos: Eberhard Holin Nachruf: Dietmar Füssinger ist im Januar 2007 verstorben. Er hat den Kampf gegen den Krebs verloren und wir trauern nun um einen Freund und Geschäftspartner und seine Familie um den Vater und Ehemann! 12 Jahre lang hat er Monat für Monat viel Spaß hier im Team des Pferdeanzeigers verbreitet und mir persönlich war er wie ein Freund ans Herz gewachsen! Er hatte einen schwäbischen Humor, dem der Schalk im Nacken saß und der nie langweilig wurde! Er war ein herzlicher Mensch und ich bedanke mich für die jahrelange schöne Zusammenarbeit! Seinen Söhnen hat er seine Erfahrungen und Kenntnisse weitergegeben und sie werden seinen Hof in seinem Sinne weiterführen! Kerstin Schröter – Pferdeanzeiger  
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