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Mit Elan in die grüne Saison
Jetzt hat sie uns alle gepackt, die große Aufbruchstimmung – Pferdehalter und Reiter sind ebenso davon betroffen wie unsere vierbeinigen Sport- und Freizeitkameraden. Wen hält es jetzt noch in geschlossenen Räumen? Wir alle wollen hinaus, das lang ersehnte milde Lüftchen zu genießen: Entweder über frisches junges Gras traben beziehungsweise – aus dem Blickwinkel von Freund Pferd betrachtet – die Nase in das verlockend duftende Grün stecken. Das Frühjahr ist die Zeit der Erneuerung. Es gilt, den im Winter angesammelten Staub mit Schwung hinauszubefördern, den Farbpinsel zu schwingen, der Reitanlage ein hübsches Gesicht zu geben und auf einem glänzenden, ebenfalls fein herausgeputztem Pferd, das gerade sein zotteliges Winterkleid ausgezogen hat, neuen Herausforderungen entgegenzugaloppieren. Dabei möchte der PFERDEANZEIGER Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Lesen Sie auf den folgenden Seiten unseres großen Frühjahr-Sonderthemas, wie Sie die jetzt anstehenden Aufgaben rationell und effizient lösen und dabei Zeit genug finden für erfrischende und anregende Ritte mit Ihrem Partner Pferd. Frühjahrsputz in Haus und Hof Endlich werden die Tage wieder länger. Wer möchte jetzt nicht Fenster und Türen aufreißen, um den winterlichen Mief aus allen Räumen hinauszujagen und frische, klare Luft hereinzulassen? Dass da den einen oder anderen auch das überkommt, was man gemeinhin Putzfimmel nennt, ist angesichts der frühlingshaft strahlenden Sonne nur zu gut verständlich. Rundumschlag Natürlich macht dieses Gefühl, alles erneuern und verschönern zu wollen, vor den eigenen vier Wänden nicht halt. Nein, es betrifft auch den Pferdestall, den ganzen Hof, die Reitanlage mit allem Drum und Dran und natürlich die bald wieder zu beziehenden Sommerweiden. Frisch und sauber muss vor allem stets der Pferdestall sein: Die große Säuberungsaktion geht zwar meist erst nach dem Weideauftrieb vonstatten, aber dennoch können die Zeiten, an denen die Pferde zum Anweiden stundenweise auf der Wiese verbringen oder gemeinsam Auslauf im Paddock oder auf dem als Großauslauf umfunktionierten Reitplatz erhalten, schon zu Pflegemaßnahmen genutzt werden. Die normale Grundregel, dass von links nach rechts und von oben nach unten geputzt wird, erfährt im Pferdestall eine Ausnahme: Zunächst muss nämlich die Matratze raus. Auslagern Ob Matratzenstreu oder Wechselstreu: Soll der Stallboden drinnen (oder im Offenstall) blitzeblank werden, muss alles leer geräumt werden. Natürlich muss eine ausreichend große, mit einer Betonplatte als Untergrund versehene Fläche vorhanden sein. Sie darf nicht in direkter Stallnähe liegen und sollte entgegen der Hauptwindrichtung ausgerichtet sein, um einer Belästigung durch Geruch und Fliegen vorzubeugen. Im Idealfall liegt sie im Halbschatten größerer Bäume und zugleich im Windschatten, sodass der Mist weder austrocknet noch auskühlt. Grundregel: Bei Anlage der Mistplatte ist zu berücksichtigen, dass für den Mist von zirka zwei bis vier Pferden etwa fünf Quadratmeter Fläche benötigt werden – für einen größeren Pferdebestand entsprechend mehr. Das Fachmagazin PFERDEANZEIGER rät Erkunden Sie die Möglichkeiten, den in Ihrer Anlage produzierten Mist weiterzuverwerten beziehungsweise verwerten zu lassen: Entweder durch ortsansässige Landwirte auf deren landwirtschaftlichen Nutzflächen, durch Verkauf an Land- und Gartenbaubetriebe oder – nach sorgfältiger Kompostierung – zur Ausbringung auf hauseigenen Weiden). Bedenken Sie, dass zeitlich große Unterschiede zwischen der Kompostierung von Strohmist und Spänemist bestehen. Aus Strohmist entsteht in einer ordentlich gepflegten Miete bereits nach sechs Wochen der sogenannte Frühkompost, wertvoller Reifkompost ist nach drei bis sechs Monaten vorhanden. Hobelspäne benötigen dagegen mindestens zwölf Monate für die Kompostierung. Übergangszeit: Jetzt raus mit der Matratze Abhängig vom Weideaufwuchs (der regional von Wärme und Feuchtigkeit beeinflusst wird) und von den Witterungsbedingungen, kommen die Pferde normalerweise erst Anfang Mai auf die Weide. Solange mit dem Entfernen der Strohmatratze zu warten, wäre sicherlich unhygienisch. Also: Raus mit der Matratze und zunächst auf Wechselstreu umstellen. Es empfiehlt sich, nach Entfernen der Matratze und einem ersten Ausfegen der Boxen wieder auf das Reinigungsprinzip von oben nach unten umzusteigen und, wenn die Pferde nicht im Stall sind, Decken, Wände, Boxentrennwände und -gitter gründlich abzufegen. Wechselstreu Dann werden alle Stallfenster der Reihe nach gründlich geputzt (möglichst keine chlorhaltigen Reinigungsmittel verwenden, da sie bei einigen Pferden die Atemwege reizen und zu allergischen Reaktionen führen können), um noch mehr Licht ins Gebäude zu lassen. Wer will, kann jetzt schon eine erste Stalldesinfektion mit einem biologisch unbedenklichen Desinfektionsmittel vornehmen. Dabei vor allem die Ecken nicht vergessen. Sie sind Brutstätten für allerlei Bakterien und Pilze. Danach wird – auf trockenen Stallboden – eine frische Schicht Einstreu aufgebracht, aus der jedoch während der nächsten Wochen, in denen das Pferd gegebenenfalls noch ganz oder stundenweise im Stall verbleibt, keine Matratze aufgebaut wird. Misthaufen werden täglich herausgesammelt, harndurchtränkte Bereiche gänzlich entfernt und mit frischem Stroh aufgefüllt. Grundregel für die Einstreumenge: Zehn bis fünfzehn Kilogramm Stroh pro Tag und Pferd. Diese Menge darf niemals unterschritten werden, damit sich das Pferd niederlegen kann und gegen Bodenkälte geschützt ist. Die große Generalreinigung (nochmaliges Ausmisten bis auf den letzten Strohhalm, Ausfegen der Boxen, Ausschrubben mit heißer Seifenlauge, Ausspülen, Nachspülen mit Desinfektionsmittel und gründliches Entlüften) findet dann – in Betrieben mit Sommerweidehaltung – nach dem endgültigen Weideauftrieb statt. Großreinemachen Die umfangreiche Säuberungsaktion macht natürlich hinter der Stalltür nicht halt. Soll sich die Hofanlage den Sommer über pikobello präsentieren, werden Besen und Schrubber auch in allen anderen Bereichen geschwungen. Auf dem Putz- und Sattelplatz werden gleichzeitig die Anbindevorrichtungen kontrolliert und gegebenenfalls repariert oder erneuert. Praktisch: Einen zusätzlichen Holm errichten oder eine lange Holzbank aufstellen, auf der Sättel und Satteldecken kurzfristig vor oder nach dem Reiten aufbewahrt werden und auslüften können. Nachdem die Frostperiode zu Ende ist, sollte die Installation eines Wasseranschlusses überdacht werden, sofern noch keiner vorhanden – oder aber es wird Raum geschaffen für einen separaten Waschplatz. Im Sommer stehen viele Geländeritte an, die Turniersaison läuft dann auf Hochtouren ... Fazit: Pferde müssen immer wieder gesäubert oder verschönert werden. Im Idealfall wird eine Warmwasseranlage installiert – oder alternativ werden Fässer aufgestellt, in denen sauberes Wasser aus dem Kran durch Sonnenbestrahlung aufgewärmt wird. Erwärmtes Wasser entwickelt eine deutlich bessere Reinigungskraft. Sattelkammer: Winterliches Gerümpel muss raus Wie sieht es in der Sattelkammer aus? Garantiert hat sich in allen Ecken und Winkeln winterliches Gerümpel angesammelt: ein vergessener Anorak, verschlammte Winterstiefel, hier ein Döschen Huffett, dort eine alte Gerte, die man längst ausrangieren wollte. Zeit, auch hier gründlich zu entrümpeln, die Sättel grob zu entstauben (mehr zur Sattelpflege unter der Überschrift Ausrüstung), die Kammer auszufegen und auszuwischen. Sattelklau Da eine Reitanlage im Allgemeinen im Frühling und Sommer häufiger (auch von Fremden, die mal vorbeischauen wollen) besucht wird, empfiehlt sich die Investition in verschließbare Sattelaufhänger, damit der berüchtigte Sattelklau keine Chance hat. Der Extratipp vom PFERDEANZEIGER Hängen Sie Thermometer und Hygrometer in der Sattelkammer auf, damit Sie künftig die Temperatur und den Feuchtigkeitsgehalt der Luft messen können. Die ideale Raumtemperatur zur Aufbewahrung des Sattelzeugs beträgt zehn bis fünfzehn Grad Celsius. Damit das wertvolle Leder nicht austrocknet, benötigt es einen Luftfeuchtegrad zwischen 50 und 70 Prozent. Ist der Wert zu niedrig, erhöht eine im Raum aufgestellte, mit Wasser gefüllte Schüssel die Luftfeuchte (wer investieren kann, kauft stattdessen ein Luftbefeuchtungsgerät). Bei zu hohen Luftfeuchtigkeitswerten hilft nur ständiges, gründliches Lüften. Warum? Nun, Ordnung und Organisation hilft jedem Pferdehalter, Zeit und Kosten zu sparen – für mehr Spaß und mehr Mußestunden für Partner Pferd. Sperrige Gerätschaften werden – am besten mit Hilfe von Aufhängevorrichtungen – so verstaut, dass sie stets griffbereit sind und niemanden gefährden. Putz- und Pflegemittel, Ausrüstungszubehörteile und die Stallapotheke werden gründlich entrümpelt. Was nicht mehr nötig oder defekt ist, wird aussortiert und entsorgt (genügend Müllsäcke bereithalten). Anschließend wird alles übersichtlich im Stallschrank untergebracht. Der Praxistipp vom PFERDEANZEIGER Notieren Sie Adressen und Telefonnummern von Tierarzt, Tierklinik und Hufschmied deutlich sichtbar sowohl an der Stall- oder Boxentür als auch im Stallschrank (und in Ihrem Telefonverzeichnis daheim). Schreiben Sie auch Namen, Anschrift und Telefonnummer (Büro und privat) einer Vertrauensperson auf, die im Falle Ihrer Unabkömmlichkeit als Ersatzreiter oder -betreuer Ihres Pferdes einspringt. Ausrüstung: Optimal in die grüne Saison Kein echter Bergwanderer würde daran denken, einen Zweitausender in Shorts und Sandalen zu bezwingen. Im übertragenen Sinne aber tun genau dies viele Reiter, die im Frühjahr ihre Basisausrüstung nicht auf Vordermann bringen und nun einfach klassisch gekleidet im Dressursattel zum mehrstündigen Ausritt starten. Dabei ist das oberste Gebot der Ausrüstung fürs Gelände: Sie muss Pferd und Reiter optimal passen, auf die Belange des Geländereitens abgestimmt sein und ermüdungsfreies, entspanntes und sicheres Reiten gewährleisten. Ihr Reitstil bestimmt die Ausrüstung erheblich mit. Geeignet sind beispielsweise für den Englisch-Reiter die einfach oder – besser – die doppelt gebrochene Trense aus Edelstahl oder maulfreundlichem Kunststoff, die gerade, ungebrochene Stangentrense aus Hart- oder Weichgummi oder aus modernem Kunststoff (Nathe, mit leichter Zungenfreiheit), das ungebrochene Merothische Ledergebiss (mit Kinnriemen), das einfach gebrochene Merothische Ledergebiss (mit Kinnriemen). Für den Westernreiter empfiehlt sich das Snaffle Bit (einfach gebrochene Trense aus rostendem Eisen), das Snaffle with Shanks (einfach gebrochene Trense mit kürzeren oder längeren Anzügen und er Hebelwirkung einer Stange), die Kleine Stange (maulfreundliche einfache Stangenzäumung mit leichter Zungenfreiheit und nicht zu langen Bäumen), das Grazer Bit (eine mild wirkende einfache Stange mit stark zurückgenommenem Unterbaum). PFERDEANZEIGERPraxistipps Für etwas heftigere Pferde kann das Echte Pelham eine Lösung sein. Es besteht aus einer etwas vorgebogenen Stange mit kurzen seitlichen Bäumen. In den direkt seitlich der Stange angebrachten Ring wird der wie ein Trensenzügel wirkende Zügel eingeschnallt. Der in den am Unterbaum befindlichen Ring geschnallte zweite Zügel wirkt in Richtung auf die Stange. Das Pelham wird mit einer Kinnkette oder einem Kinnriemen gebraucht. Es ist falsch, das Pelham mit nur einem in den Unterbaum geschnallten Zügel zu benutzen. Achtung: Lassen Sie sich nicht das falsche Pelham aufschwatzen. Diese auch angebotene Zäumung besitzt ein gebrochenes Mundstück. Sie ist äußerst scharf und verhindert jegliche präzise Einwirkung. Falls Sie Ihr Pferd im Gelände gebisslos reiten wollen, fragen Sie bei Ihrer Versicherungsgesellschaft nach, ob sie die Folgekosten bei einem Unfall auch dann übernimmt. Viele Gesellschaften schreiben nämlich eine Zäumung vor, die "eine sichere Kontrolle über das Pferd gewährleistet" und verstehen darunter nur eine Zäumung mit Gebiss. Um das Pferd unterwegs mal anbinden zu können, trägt es unter dem Zaumzeug ein gut passendes, möglichst abgepolstertes Halfter mit Anbindestrick.Aktivitäten: Reitgewohnheiten analysieren Wer sich jetzt gründlich fragt, was er im Frühjahr und Sommer alles mit seinem Pferd zu unternehmen gedenkt, kann Fehlkäufe von vornherein vermeiden. Fakt ist, dass die meisten Breitensportler gar nicht daran denken, sich zu spezialisieren. Sie wollen auf dem Platz Dressur reiten, ein wenig springen, normal ausreiten, mal eine Tagestour oder einen kleinen Wanderritt machen und vielleicht gelegentlich ein Freizeitreiterturnier bestreiten. Dazu brauchen Sie einen perfekt auf die Anatomie ihres Pferdes abgestimmten Allround-Sattel, kurz: ein Modell, das alles mitmacht. Bewährt Für den Englischreiter kommt hierfür der Vielseitigkeitssattel in Frage. Obgleich er eigentlich nicht für den stundenlangen Einsatz gedacht ist, hat er sich doch – optimale Passform vorausgesetzt – auch bei vielen Wanderreitern auf längerer Strecke bewährt. Besser wäre jedoch ein Trachtensattel, der das Gewicht von Reiter und Gepäck auf dem Pferderücken auf eine größere Fläche verteilt. Im Allgemeinen sind Sättel aus den Bereichen der Gebrauchsreiterei (Western-, Wander-, Militär-, Hirten- und Islandsättel) nach diesem Prinzip gebaut. Robust Außerdem bieten eben solche Arbeitssättel, zu denen auch der Australische Stocksattel gehört, auch die draußen erforderliche Robustheit und Funktionalität. Sie sind nicht nur schonender für Pferd und Reiter, sondern erleichtern durch stabile Krampen, Lederriemen und Befestigungsringe auch den Gepäcktransport, selbst wenn das Gepäck nur aus einer hinterm Sattel zusammengerollten Decke besteht, auf der die Reiter bei einer Rast sitzen wollen. PFERDEANZEIGERPraxistipps Testen Sie aus, wie Sie sich in Ihrem Steigbügel fühlen. Tragen Sie im Gelände gern klobigeres Schuhwerk? Dann muss der Bügel groß genug sein, damit er sich in jeder Situation aufnehmen und abstreifen lässt. Ein zu leichter Bügel ist ein Risikofaktor. Nur ein schwerer Bügel fällt aus allen Positionen heraus (auch bei einem Bocksprung) unverzüglich wieder herab. Die Trittfläche muss breit genug und rutschfest sein, um den Fuß zu stützen. Sogenannte Sicherheitssteigbügel – heute in vielen Varianten erhältlich – verhindern das gefürchtete Verkanten des Fußes. Wer öfter und bei jedem Wetter ausreiten will, ist mit Tapaderos gut bedient. Diese Bügelschutzkappen aus Leder halten den Fuß bei Regen trocken und lassen sich auf fast jeden Bügel montieren. Reiter-Ausrüstung: Stets Kopf und Körper schützen In der winterlichen Reithalle hat so mancher Reiter vergessen, dass es auch den Kopf zu schützen gilt. Geht es jetzt wieder vermehrt ins Gelände, vergrößert sich die Gefahr eines Sturzes enorm. Nichts bewahrt uns besser vor Stoßverletzungen als ein sicherer Helm. Moderne Helmtechnologie garantiert Tragekomfort und optimale Passform bei splitterfreier Helmschale, stoßdämpfender Innenschale, flexiblem Schirm und Dreipunkt-Kinnbefestigung. Zur besseren Belüftung weisen viele Modelle Öffnungsschlitze auf. Über die meisten Helme lassen sich zudem bunte Satinüberzüge ziehen, sodass von einem Mangel an Chic kaum mehr die Rede sein kann. Membrane oder Oilskin? Ob Goretex-, Sympatex- oder Texapore-Outdoorjacke oder schlicht der Kultmantel der Geländereiter aus gewachster Baumwolle. Darüber scheiden sich die Geister. Die Jacken mit Wind- und Wasser abweisender Membrane (oder aus dem Trendmaterial Microfaser) sind im Prinzip mul- Sättel gibt es in Hülle und Fülle, und für jede Reitweise mindestens einen. Der Kopf ist das wichtigste Körperteil… …und sollte optimal geschützt werden. tifunktional, in den Farben frischer (daher bei düsterem Wetter sicherer) und weisen mehr praktische Details auf (abnehmbare Kapuze, abnehmbare Ärmel, zusätzlich einzuknöpfendes Innenfutter, Reflexstreifen an der Rückpassen und anderes). Wetterschutz Die Jacken lassen sich gut mit gewachsten Chaps kombinieren und bieten so farbenfrohen Rundumschutz bei jedem Wetter. Auch der Mantel aus Waxed Cotton bietet einen kompletten Rundumschutz. Strahlt die Sonne wieder, bleibt er lange nass, muss so zusammengerollt werden und ist dann hinterm Sattel recht sperrig. So bleibt die Wahl Geschmacksache. Schuhe Natürlich lässt sich mit normalen Reitstiefeln ausreiten. Wer allerdings mit Ledersohlen sein Pferd über schwieriges Geläuf zu führen versucht, wird ständig dagegen ankämpfen müssen, selbst auf die Nase zu fallen. Jodphurstiefeletten (mit Profilsohle) sind bei einfachen Ausritten angenehm, bei längeren Touren ist ein ganzjährig zu tragender Spezialschnürstiefel für Geländereiter vorteilhafter. Er besteht aus Wasser abweisendem stoßfestem Leder, hat eine griffige Profilsohle, verstärkte Fersenkappe, Sporenhalterung und reitgerechten Absatz. Strümpfe Die Strümpfe darunter dürfen Reiterstrümpfe sein. Ihr Vorteil: Knielang, eng anliegend, faltenfrei und rutschfest sind sie im Fußteil ohne Nähte und etwas dicker (polstert also schön) und im Wadenbereich dünner (sodass Reithose und Stiefel besser darüber gleiten). Veranstaltungen: Wenn Wettbewerbe anstehen Zu dieser Jahreszeit werden häufig schon die ersten sogenannten Orientierungsritte ausgeschrieben. Das sind kleinere oder größere Wettbewerbe, entweder im Stil der Pferderallye oder als echte Prüfung für Wander- und Langstreckenreiter. Rallyes können – je nach Veranstalter – vom Schwierigkeitsgrad her sehr unterschiedlich ausfallen. Lange Strecken Im Durchschnitt legen die Reiter einzeln, paar- oder mannschaftsweise eine zirka 20 Kilometer lange Strecke zurück und steuern dabei bestimmte Kontrollpunkte an. Dort sind (nicht zu schwere) Geländehindernisse zu bewältigen und/oder Fragen aus den Gebieten Regionalgeschichte, Umwelt, Natur und Pferdefachwissen zu beantworten. Kernige Ritte Noch kerniger sind die echten Orientierungsritte für Wanderreiter. Solch eine Prüfung wird gern mit einer Geländeeignungsprüfung und/oder einem Geschicklichkeitswettbewerb sowie einer Rittigkeitsprüfung kombiniert. Der Reiter muss in einem bestimmten Zeitrahmen mehrere (meist fünf) Kontrollpunkte anreiten und die Route dorthin anhand einer topografischen Karte selbst finden. Der Weg ist also weder vorgegeben noch markiert. Breitensport Immer mehr im Kommen sind breitensportliche Wettbewerbe. Diese von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung veranstalteten Prüfungen wenden sich an den Freizeitreiter, der sich als Breitensportler definiert. Dazu gehören Wettbewerbe im Umgang mit dem Pferd, Geschicklichkeitswettbewerbe, Reiter-, Voltigier- und Mannschaftsspiele, Formationsreiten und -fahren und Streckenwettbewerbe für Reiter und Fahrer. Horsemanship Sie alle sollen den Geist des Horsemanship vermitteln, dem Teilnehmer Freude machen, einen Fortbildungsanreiz bieten und den Tierschutzgedanken fördern. PFERDEANZEIGERInformationen Die Freizeitreiterprüfung wird im Allgemeinen im Rahmen von Freizeitreiterveranstaltungen durchgeführt. Sie orientiert sich nicht am klassischen Turniergeschehen, sondern berücksichtigt und bewertet die besonderen Fähigkeiten des Freizeitreiters und seines Pferdes. Geprüft werden die Routine im Umgang mit dem Pferd, der Gehorsam des Pferdes, der Ausbildungsstand, aber vor allem auch die Harmonie zwischen Pferd und Reiter bei Rittigkeits- und Geschicklichkeitsprüfungen, die Eignung und das Können im Bereich des Gelände- und Wanderreitens. Zusätzliche Aufgabenstellungen – beispielsweise bei Rallyes, Streckenritten und ähnlichem – bieten einen Anreiz, sich über das reine Reiten hinaus mit Handfertigkeiten und Fähigkeiten rund ums Pferd zu beschäftigen und darin Fertigkeiten zu entwickeln, die sich letztlich eines Tages auch bei alltäglichen Situationen bewähren können. Dazu zählen unter anderem Erste-Hilfe-Kenntnisse, kleine Lederreparaturen am Sattelzeug, das Auffinden besonderer Ortschaften nach der Karte und vieles mehr. Darüber hinaus gibt es Prüfungen für spezielle Fähigkeiten in besonderen Gangarten. Die Prüfungen werden im Allgemeinen in Form von Einzel-, Gruppen- oder Mannschaftswettkämpfen als Turnierprüfung für Freizeitreiter, Reiterspiel, Geschicklichkeitswettbewerb, Wanderreiterwettkampf und/oder Rennen durchgeführt. Unverzichtbare Bestandteile jeglicher Freizeitreiterprüfung sind Horsemanship und Sportsmanship. Beides sollte jeder Richter bei der Bewertung der Wettkämpfer in seine Beurteilung einfließen lassen. Erfreuliche Entwicklung: Horse- und Sportsmanship werden bei mehr und mehr Wettbewerben für Freizeitund Wanderreiter bereits als echter Prüfungsbestandteil mit benotet. Mediendienst Wienkamp  
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