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Military Meeting Hannover Hannover (ye). Die Dressur war beim Military Meeting des RV Hannover
im Reiterstadion Vahrenheide erneut das Zünglein an der Waage.
Diese erste von drei Teilprüfungen konnte Kai Rüder aus Schleswig
Holstein im Sattel von Katmandu für sich entscheiden und sicherte
sich damit auch den Gesamtsieg in der sogenannten Olympiaabteilung,
der 3. Abteilung der hannoverschen L-Vielseitigkeit. Mit 41,1 Strafpunkten setzte sich
der Landwirt von der Insel
Fehmarn vor die dreimalige Hannover-
Siegerin Simone Deitermann
aus Westfalen auf Flambeau
(41,40 Strafpunkte). Ohne
Abwurf im Parcours blieben die
beiden Profis. Die Entscheidung
musste auf der 1900 Meter langen
Geländestrecke fallen. Die
19 festen Hindernisse waren für
die beiden international erfahrenen
Buschreiter ebenfalls kein
Problem. Ohne Fehler im Springen
und im Gelände – Dressurergebnis
gleich Endergebnis:
Rüder vor Deitermann
Platz fünf sicherte sich Mannschaftsweltmeister
Frank Ostholt
(Warendorf) auf Little Paint mit
54 Strafpunkten. Ausschau nach
jungen Talenten hielt Bundestrainer
Hans Melder (Luhmühlen).
Sein Siegerteam der
WM in Aachen sei fit, freute sich
Melder. Ins Team zu kommen
sei daher im Augenblick für
Deutschlands Top-Vielseitigkeitsreiter
nicht ganz einfach. Allerdings
sei beispielsweise der
Sieger der Olympiaabteilung, Kai
Rüder, sehr gut beritten, und einige
weitere viel versprechende
Pferde-Reiter-Kombinationen
gelte es im Blick zu behalten. Und
gemeinsam mit Jugend-Bundestrainer
Rüdiger Schwarz wolle
Melzer den Nachwuchs nicht aus
den Augen verlieren, und so verbrachten
die beiden Bundestrainer
einen sonnigen Nachmittag
auf dem Gelände der ehemaligen
Kavallerieschule Hannover
im Reiterstadion Vahrenheide.
Den Sieg in der Junioren-Abteilung
des Derby-Eventing-Cups,
der 1. Abteilung des hannoverschen
Military Meetings sicherte
sich Viviane Weltin (RSV Overbeckhof
Luhmühlen) auf Linus
mit 46,3 Strafpunkten. Beste Teilnehmerin
der unter 18-Jährigen
aus der Region war Christine
Münkel (VfV Langenhagen) im
Sattel von Negativ. Münkel war
mit 57,6 Strafpunkten die erfolgreichste
Juniorin aus der Region
beim Military Meeting des RV
Hannover. Im Sattel ihrer braunen
Hannoveraner Stute Negativ
sicherte die Vielseitigkeitsreiterin
aus Twenge Platz fünf in
der 1. Abteilung dieser L-Vielseitigkeit.
Mit 53,60 Punkten kam
das Paar aus Twenge aus der
Dressur. "Das war schon ganz
gut", kommentierte Vater und
Coach Claus Münkel den Saisonstart
seiner jüngsten Tochter
und flitzte mit Kamera bewaffnet
zum nächsten Hindernis. Ein
Abwurf im Springen bedeutete
vier weitere Strafpunkte auf dem
Konto. Doch im Gelände holte
Christine Münkel auf. Von Platz
15 nach der Dressur kämpften
sich die 17-Jährige und ihr Pferd
mit einer fehlerfreien Leistung
auf Platz fünf.
Mit Karl-Hermann Alt (RFV
Mandelsloh) und Marcolini galoppierte
auch im Compagel-
Eventing-Cup, der 2. Abteilung
der hannoverschen Vielseitigkeit,
ein Teilnehmer aus der Region
unter die besten zehn. Mit
62,2 Strafpunkten sicherte sich
der Vielseitigkeitsbeauftragte
des Kreisverbandes Platz sieben.
Hier siegte Melanie Einsiedl
(PZRV Luhmühlen) auf
Boo Bandit (48 Strafpunkte) vor Julia Weiser (RSV Wolfenbüttel)
auf Abendflirt FRH mit 53,6
Zählern auf dem Konto.
Im Vorfeld hatte Landwirt Karl-
Hermann Alt eher tiefgestapelt:
"Ich bin froh, wenn ich heil durchkomme."
Zwei neue Sponsoren
für Cups in Norddeutschland
brachte Alt zum Military Meeting
2007 mit. Der Derby-Eventing-
Cup für Junioren aus den
Bundesländern Schleswig-Holstein,
Hamburg, Niedersachsen
und Sachsen-Anhalt und den
Compagel-Eventing-Cup für alle,
die älter als 18 Jahre sind und für
einen Reitverein aus Niedersachsen,
Schleswig Holstein oder
Hamburg starten.
Diese Turnierserien für Vielseitigkeitsreiter
begannen in Hannover,
und als Mitinitiator wollte
Karl-Herrmann Alt bei der Premiere
im Sattel dabei sein. Entstanden
sind die Ideen zu den
Vielseitigkeits-Cups in der Küche
der Familie Alt in Warmeloh bei
Kaffee und Kuchen von Seniorchefin
Christel Alt.
"Parcourschef Günter Pape hat
echt gut aufgebaut", Karl-Hermann
Alt zeigte sich beeindruckt.
Die Treppen am Wasser und die
Hinderniskombination auf der
gebogenen Linie am Ende des
Hauptplatzes waren echte Klippen
für viele Reiter und Pferde.
Alt und sein Fuchswallach Marcolini
konnten im Gelände ihre
ganze Erfahrung ausspielen. Das
Paar vom RFV Mandelsloh arbeitete
sich mit einer fehlerlosen
Geländeleistung von Platz 17
nach der Dressur auf Rang acht
in der Gesamtwertung nach vorn.
Doch zur Platzierung in der Gesamtwertung
zählt eben auch die
Querfeldeinprüfung. 1900 Meter
Geländestrecke lagen vor Alt und
seinem Brandenburger Fuchs. 19
Hindernisse waren zu meistern.
Marcolini und Alt schnurrten fehlerfrei
durch alle Kombinationen
und über alle Sprünge. Rang acht
im 31-köpfigen Teilnehmerfeld
mit 62,2 Strafpunkten lautete das
Endergebnis für Alt nach verbesserungswürdiger
Dressur und
fehlerfreier Geländeleistung.
Zu den noch folgenden Prüfungen
im Compagel-Eventing-
Cup, die im Juli in Sahrendorf
und im Oktober in Ströhen geplant
sind, wird der Landwirt
seinen Ankommer Marcolini
wieder satteln. Auch die weiteren
Prüfungen des Derby-
Eventing-Cups werden im Rahmen
der Vielseitigkeiten in Sahrendorf
und Ströhen ausgetragen.
Abgerechnet wird am
Schluss: Wer die meisten Punkte
auf dem Cup-Konto hat, wird
Sieger der Gesamtwertung. |
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