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Hufglocken und Co.
Glocken, speziell Hufglocken, sind erfunden worden, um vor allem die Ballen der Vorderbeine vor dem möglichen Greifen der Hinterbeine zu schützen. Greifen bedeutet, das Berühren der Hinterhufe mit den Vorderhufen oder mit Bereichen der Vorderbeine. Gleichzeitig hat die Sprungglocke den Effekt, dass neben dem Schutz des Ballens auch die Möglichkeit des Abtretens des vorderen Hufschutzes minimiert wird. In den letzten Jahren hat es sich ebenfalls in einigen Situationen bewährt, eine Hufglocke an den Vorderhufen des Pferdes anzubringen, um auf der Wiese den Hufeisenverlust zu verhindern. Vor allem bei erkrankten Pferden ist es zum Teil notwendig, die Hufeisen länger als das Normalmaß auszuführen, um einen für die Gesundung des Pferdes notewendigen, korrektiven Effekt zu erreichen. In dem regelmäßigen Anziehen von Hufglocken ist hier sicher das geringe Übel zu sehen, denn das vermehrte Belasten des Pferdes in der Box ist wohl in jedem Fall abzulehnen. In den letzen Jahren hat der Markt auch Hufglocken entwickelt, die andere Funktionen für das Pferd übernehmen. An erster Stelle sind hier sicherlich die Gewichtsglocken zu erwähnen. Gewichtsglocken sind in der Ausbildung von Gangpferden schon seit vielen Jahren bekannt, genauso bekannt wie Gewichtsglocken die bei Trabrennpferden verwendet werden. Mit diesem zusätzlichen Gewicht versucht der Trainer in der Ausbildung dem Pferd zu helfen, die Fußfolge in den einzelnen Gangarten zu differenzieren und von einander zu trennen. Im Trabrennsport dienen Gewichtsglocken der Verlängerung der Trabbewegung und damit der Erhöhung der Geschwindigkeit. In den letzten Jahren beobachten wir vermehrt, dass auch in der Ausbildung von Dressurpferden Gewichtsglocken eingesetzt werden. Die Trainer und Ausbilder versuchen bei den Pferden, mit Hilfe dieser Gewichtsmanipulation, erhabenerer und raumgreifender Gänge beim Pferd zu forcieren. Wir sehen die Anwendung von solchen Gewichtsmanipulationen recht kritisch, denn das vermehrte Gewicht stellt eine ernorme Mehrbelastung für Sehnen, Bänder und Gelenke da. Und da diese in der Ausbildung des Pferdes, auch oft noch in jungen Jahren, bei noch nicht vollständig entwickelten Pferden eingesetzt wird, ist die Gefahr dass diese manipulative Beeinflussung des Gangwerkes durch Gewichte zu ernormen Schäden beim Pferd führen kann, sehr groß. Der dritte heute übliche Einsatz von Glocken liegt in der Pflege und Therapie des Hufes. So gibt es heute Hufglocken, die speziell dafür gemacht sind, dem Huf kontinuierlich Feuchtigkeit zuzuführen, oder es gibt Hufglocken, die als Medium zum kontinuierlichen Aufbringen unterschiedlichster Therapiesubstanzen gedacht sind. Der Einsatz dieser Produkte ist sehr sinnvoll, wenngleich auch hier mit Sinn und Verstand gearbeitet werden muss. Der Einsatz von Hufglocken, um Feuchtigkeit an den Huf zu bringen, ist sehr sinnvoll, aber nur dann, wenn die Feuchtigkeitsabgabe in geringen Mengen über eine lange Zeit geschieht. Es ist immer wieder zu beobachten, dass Pferdehufe, die stark austrocknen und dann in größeren Abständen massiv gewässert werden, eher zu den negativen Ausführungen des ausgetrockneten Hufes mit Hornspalten und Rissen tendieren als Hufe, die kontinuierlich mäßig bewässert werden. So kann der Huf geschmeidig und widerstandsfähig in vielen Fällen schon allein durch den Einsatz der Wässerung mittels einer Hufglocke über die trockene Jahreszeit gebracht werden. Für weitere Informationen: Burkhard Rau Rheinische Hufbeschlagschule Waldstraße 2 56237 Sessenbach herfter@hufbeschlagschule.de Produkte und Bilder: Therapeutische Hufglocke zum Aufbringen unterschiedliche Präparate: Bezugsadresse: SBS Hufglocke www.sbsequine.com Waterboots: Bezugsadresse: Waldhausen Hoof Wrap, Therapie-Umschlag für den Huf zum Wässern und zum Aufbringen unterschiedlicher Therapieprodukte, geeignet zum Kühlen und zum Wärmen der Hufe etc. Bezugsadresse: herfter@hufbeschlagschule.de 02601 914488  
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