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Welche Art von Auslaufhaltung ist die richtige für mein Pferd?
Immer mehr Pferdebesitzer fragen bei der Stallsuche nach Auslaufhaltung. Ihr Pferd soll im Sommer überwiegend Weidegang erhalten – die kalte Jahreszeit aber nicht nur in der Box verbringen. Vielmehr soll es sich gemeinsam mit Artgenossen möglichst häufig im Freien bewegen dürfen. Voraussetzungen, Vorteile, aber auch Grenzen einer solchen Haltungsform erläutert das Fachmagazin PFERDEANZEIGER im folgenden Beitrag. Zum Thema Einzelbox mit Kleinauslauf, Laufstall oder Offenstall mit Großpaddock – wie müssen diese Stallarten für ein weitgehend artgemäßes Pferdeleben aussehen? Welche Bodenbeläge sind zu bevorzugen? Sollen Pferde im Freien gefüttert werden oder besser im Unterstand? Für welchen Pferdetyp ist welche Auslaufvariante am besten geeignet? Lesen Sie hier die Antworten auf diese und noch viel mehr Fragen. Ein paar Worte vorab: Auch bei der Haltungsform sind individuelle Lösungen gefragt Den Wunsch nach sommerlichem Weidegang können mittlerweile zahlreiche Reit- und Stallanlagen, vor allem landwirtschaftliche Pensionspferdebetriebe, erfüllen. Doch auch im Winter möchte das Pferd Auslauf genießen und nicht nur unter dem Reiter bewegt werden. Daher bemüht sich eine wachsende Zahl von Reitbetrieben darum, möglichst vielfältige Haltungsangebote für jeden Anspruch zu schaffen. Individuelle Lösung statt Pauschalrezept! Sowohl für Stallbetreiber als auch für Pferdehalter ist es wichtig zu wissen, dass es verschiedene Wege gibt, ein Pferd artgemäß unter freiem Himmel zu halten. Dabei ist zu beachten, dass jedes Tier nicht nur Pferd ist. Das eine gehört einer Nordlandrasse an, das andere hat viel Orientalenblut. Das zeigt sich in Körperbau, Fellstruktur und Temperament. Das eine ist jung und widerstandsfähig, das andere älter, anfälliger und schutzbedürftiger. Als Individuum stellt jedes Pferd daher spezielle Ansprüche an seine Haltungsform. Kein Pferdebesitzer gleicht dem anderen Dazu gesellen sich die unterschiedlichen Vorstellungen und Möglichkeiten der Pferdebesitzer. Der eine kann und will täglich reiten, kann aber leider erst abends kommen. Der zweite hat gar nur am Wochenende Zeit zu längerer Beschäftigung mit dem Pferd. Der nächste wiederum ist sportlich orientiert, der übernächste liebt besonders den Umgang mit dem Pferd und schwingt auch mal gern die Mistschaufel. Daher gleich vorweg: Die eine und einzig selig machende Form der artgemäßen Haltung des Pferdes im Freien gibt es nicht. Vielmehr müssen Stallbetreiber und Pferdehalter eine auf die individuellen Ansprüche von Pferd und Reiter zugeschnittene Haltungsvariante finden oder durch entsprechende Kompromisse schaffen! Flucht- und Steppentier Pferd: Wie überleben Pferde in der Wildnis? Auch unsere Sport- und Freizeitpferde sind die Nachfahren wilder Steppenbewohner und haben die Bedürfnisse und Verhaltensweisen von Fluchttieren. Fluchttiere schließen sich zu Gruppen zusammen. Die Gruppe bietet nicht nur Gesellschaft, sondern vor allem Schutz und erhöht die Überlebenschancen. Ein oder zwei Pferde wachen, während die anderen grasen, spielen oder ruhen. Alleinsein und Enge machen Angst: Als Herdentier fühlt sich jedes Pferd unbehaglich, wenn es allein ohne Artgenossen gehalten wird. Sein natürliches Umfeld war stets die Steppe, die es gut überblicken konnte. Fluchttiere behalten ständig ihre Umgebung im Auge, um sich nähernde Raubtiere frühzeitig zu erkennen. Auch unsere modernen Pferde möchten daher nicht von Wänden eingeschlossen sein, welche ihm die freie Sicht verwehren. Nahrung liefert ständig Energie Ein voller Bauch studiert nicht nur ungern, er rennt auch nicht gern. Der Verdauungstrakt eines Fluchttieres ist anders gebaut als der eines Raubtieres. Das Raubtier jagt oft nur einmal am Tag und ruht danach. Das Pferd als Fluchttier aber muss kleinste Futtermengen über einen langen Zeitraum aufnehmen. Auf diese Weise hat es jederzeit genügend Energie, um durchzustarten, ist aber nicht zu schwerfällig, um ausdauernd zu fliehen. Frischluft erhöht die Fluchtfähigkeit Auf der Flucht darf keinem Pferd so schnell die Puste ausgehen. Daher ist seine Brust breit, sein Lungenvolumen groß. Die ständige leichte Bewegung in der frischen Luft beim Grasen und Umherwandern durchblutet den gesamten Körper, also auch die Atemwege und die Gliedmaßen. In den Gelenken ist stets genügend Gelenkschmiere. Ohne Schaden kann das Pferd jederzeit aus dem Stand heraus angaloppieren und hohe Geschwindigkeiten entwickeln. Licht und Klimareize für die Fruchtbarkeit Der Aufenthalt unter freiem Himmel hat weitere Vorteile: Das Strahlungsspektrum der Sonne wirt auch bei bedecktem Himmel. Es regelt die Hormonproduktion und sorgt für Fruchtbarkeit bei Hengst und Stute. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht erhöhen die Widerstandskraft, vorausgesetzt das Pferd kann sich seinen Aufenthaltsort aussuchen. So zieht es sich bei Hitze, Wind und Nässe gern in den Gehölzschatten zurück. Was folgt daraus? Da wir unseren Pferden das Leben in der Steppe nicht wiedergeben können, müssen wir versuchen, es weitgehend natürlich, das heißt: seiner Natur gemäß zu halten. Eine solche Haltung fühlt zu körperlicher und seelischer Gesundheit. Anforderungen an den Lebensraum Der Lebensraum des modernen Pferdes ist daher eine Kombination aus Stall, Auslauf und Weide. Stall und Auslauf sollten so gestaltet werden, dass das Pferd ■in einer Gruppe, die zu ihm passt, leben kann. ■sich ungezwungen bewegen kann: laufen, möglichst in allen Gangarten, spielen, sich wälzen, aber auch auf geschützter Fläche ruhen und dabei lang ausgestreckt liegen. ■jederzeit Zugang zu einwandfreiem Raufutter und Wasser hat. ■frei wählen kann, ob es sich bei Wind und Wetter oder Sonnenschein draußen oder drinnen aufhält, also Licht und Klimareize erfährt. Der Stall: Auch bei naturgemäßer Haltung braucht das Pferd ein Dach Kein domestiziertes Pferd sollte ohne die Möglichkeit, sich unter ein schützendes Dach zurück zu ziehen, im Freien gehalten werden. Das heißt: Auch bei naturnaher Haltung ist ein Stall unverzichtbar. Er kann – jeweils mit einem angrenzenden Auslauf – als Einzelbox für ein Pferd, als Laufstall für eine Pferdegruppe, als Einzeloffenstall oder als Offenstall für eine Pferdegruppe ausgelegt sein. Eine Zone für Schutz und Geborgenheit: Im Stall ruht und schläft das Pferd auf trockener, gegen Bodenkälte isolierter Liegefläche. Hier sammelt es neue Kräfte nach anstrengendem Training. Hierhin zieht es sich zurück, wenn die Witterung ihm nicht gefällt. Im Allgemeinen findet es hier auch Kraftund Raufutter sowie Wasser vor, kann also, je nach Stallform, individuell gefüttert werden. Auch setzt es hier Kot und Harn ab. Bausubstanz ohne Verletzungsrisiken Von Baumaterialien, Bauart und Abmessungen darf keine Verletzungsgefahr ausgehen. Selbst bei ungeschickten oder extremen Bewegungen (zum Beispiel bei Krankheit oder Erschrecken) darf das Pferd nirgendwo mit dem Kopf anstoßen oder sich mit den Gliedmaßen verkanten. Liegend muss es sich in Seitenlage vollständig ausstrecken können. Genügend große Lauf- und Liegefläche Als Liegefläche braucht das Großpferd in einer Einzelbox mindestens elf Quadratmeter, ein Pony bis 1,40 Meter rund acht Quadratmeter. Die schmale Boxenseite muss 2,50 Meter beziehungsweise 2,10 Meter betragen. Bei einem Laufstall für Gruppenhaltung gehen Stallplaner zwar von einer geringeren Liegefläche (neun Quadratmeter fürs Großpferd und sieben Quadratmeter fürs Pony aus. Doch empfiehlt sich aus Erfahrung eine größere Fläche, damit die Tiere einander ausweichen können, wenn es einmal zu Spannungen in der Gruppe kommt. Das mindert die Verletzungsgefahr erheblich. Rutschfest und sauber Das Ruheverhalten unterscheidet sich von Pferdetyp zu Pferdetyp. Einige Robustpferderassen wie Islandpferde legen sich auf beinah jeden Untergrund – auch auf Gummimatten, Beton und Pflaster oder harten Naturgrund ohne Ein- Deswegen können wir günstige Sondermaße für Sie bauen. Unser Angebot: Überdachung Longierzirkel 20m  Draufhöhe 3m, Firsthöhe 6,60 m 15.850,00 € zzgl. MwSt. K&K Horse Fence Wir sind Hersteller von Panels, Weidezelten und Zubehör K&K Horse Fence www.cattlefence.de www.horsefence.de Komplett mit Panels 880,00 € zzgl. MwSt. K&K Cattle Fence Im Altenschemel 16 · 67435 Neustadt  0 63 21/1 66 26 AB · 0 63 21/1 49 00 01 71/7 66 46 81 o. 01 71/7 66 46 83 Weideüberdachung aus Panels B: 4 m, H: 2,55 m, L: 3,6 m, Windschutznetz als Zubehör Elektrolitzen und Holzzäune schränken den Lebensraum der Pferde heute ein. Komfortabel: das Pferd im gediegenen Ambiente.streu. Die meisten anderen Rassen hingegen, vor allem Warmblutpferde, nicht. Sie brauchen, um wirklich schlafen zu können, eine Einstreuschicht! Auch die Gefahr des Ausgleitens steht und fällt im Sinne des Wortes mit der Wahl des Untergrunds. Er soll widerstandsfähig, trocken, wasserundurchlässig, rutschfest und eben sowie leicht zu reinigen sein. In Frage kommen rau abgezogener Ortbeton, Beton-Verbundsteinpflaster oder hart gebranntes Ziegelpflaster. Holzpflaster ist weniger geeignet, weil unbeschlagene Pferde darauf ausrutschen. Außerdem ist es schlecht sauber zu halten. Besonderheit Stallmatten Stallmatten (meist aus Kunststoff oder Gummi), auf Ortbeton verlegt, isolieren gegen Bodenkälte und machen harten Boden trittelastischer. Allerdings setzen sich Keime in der porösen Oberfläche und in Rillen ab. Sie sollten daher nicht nur gereinigt, sondern auch regelmäßig herausgenommen werden, damit auch der Untergrund desinfiziert werden kann. Mediendienst Wienkamp  
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