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Kaltbluteintragung Stuten und Fohlen 2007
Zahlreiche Zuschauer konnten Dr. Uwe Clar und Dieter Bösche als erster Vorsitzender des Stammbuches für Kaltblutpferde Niedersachsen in diesem Jahr zur Stuten- und Fohleneintrgaung auf dem Gelände der Hengstprüfungsanstalt in Adelheidsdorf begrüßen.Nach den guten Erfahrungen mit dieser Anlage anlässlich der Leistungsprüfungen in den vergangenen Jahren waren nun auch die Stuten und Fohlen Gäste des Landgestüts Celle. Dr. Clar dankte Landstallmeister Dr.Burchard Bade, dass das Kaltblutstammbuch diesen Termin am vorletzten Juliwochenende nun hier nutzen darf. Neben Zuchtleiter Dr. Clar und Dieter Bösche gehörte Heinrich Welling, Wiethmarschen, zur Eintragungskommission. Als Anwärter standen in diesem Jahr Jan Roolfs, Osterwald, und Reinhard Rausch, Hessen, mit in der Kommission. Die Rassegruppe der Schleswiger sah mit einer Munkedal/ Zöllner-Tochter eine bewegungsstarke Stute aus der Zucht von Klaus zum Berge, Fallingbostel, auf Platz 1. Diese harmonische Stute gefiel durch ihre Oberlinie, ein hervorragendes Vorderbein und ihre trockene Textur. Jungzüchterin Freya Kräft aus Münchehagen zeigte, wie es geht. Gekonnt führte sie ihre typvolle Schwarzwälder Stute von Federweisser auf der Dreiecksbahn. Der Sieg in der Rassegruppe und die Staatsprämienanwartschaft waren der Lohn. Neu im Zuchtgebiet ist die Rasse Boulonnais. Kay Stolzenberg, Sprötze, stellte seine 1999 geborene schneeweiße Liberte v. Quimper zur Eintragung vor. Überdurchschnittliche Bewegung, guter Typ, geschlossen und harmonisch , dazu noch ein ausdrucksstarkes Gesicht, so war das einhellige Urteil der Kommission für die Freibergerstute v. Noha aus dem Stall von Britta Ottlewski, Garlstedt. Eine Stute, wie man sie sich schöner nicht wünschen kann. Bei den rheinisch-deutschen Stutfohlen gefielen zwei Conndor- II-Töchter aus dem Stall von Carl- Friedrich Lutze, Diekholzen, ganz besonders. Typ und Gangstärke waren durchweg das Markenzeichen auch der anderen Condor-II-Nachkommen. Ein Zuchtversuch, der sich bewährt hat. Ein Duell-Sohn aus dem Stall von Willi Kohlmeyer in Stolzenau dominierte bei den Schleswiger Hengstfohlen. Er wusste sich schwungvoll und elastisch zu bewegen und verkörpert den schleswiger Typ auf das Allerbeste. Ihm folgte ein Varussohn aus der Zucht von Klaus zum Berge, Fallingbostel. Kenner der Szene werden verwundert den Kopf schütteln, denn der einstige Ausnahmevererber Varus ist bereits seit mehr als 10 Jahren tot. Doch die Genreservebank für gefährdete Haustierrassen des Landgestüts Celle, in der Sperma seltener Pferderassen aufbewahrt wird, machte diese Anpaarung noch einmal möglich. Quicklebendig und kernig stellte sich dieser Sprößling den Zuschauern vor. Die schleswiger und hannoverschen Stutfohlen führte eine Tochter des Bretonen Napoleon an ,die im Zuchtbuch für hannoversches Kaltblut geführt wird. Von Klaus zum Berge zur Blutauffrischung importiert , versieht Napoleon dieses Amt offenssichtlich hervorragend. Stark und qualitätvoll war der Ring der schwarzwälder Hengstfohlen. Keines wurde unter 7 bewertet. Verena Paul, die derzeit im Haupt- und Landgestüt Marbach lernt, zeigte, wie es geht. Da war daheim geübt worden, sodass die schon älteren Fohlen problemlos an der Hand, auch von kleineren Kindern, vorgestellt werden konnten. Durch seinen Typ bestach hier der Fino-Sohn aus dem Stall Paul in Wietzendorf. Judith Dunkers Don Olewosohn wusste wie alle anderen Kinder dieses Hengste besonders durch sein schwungvolles Gangvermögen zu beeindrucken. Bei den Stutfohlen hatte jedoch Althengst Wico, ebenso wie Don Olewo bei Ralf Bartels in Katensen beheimatet, die Nase vorn. Gerd Ostermanns, Visbek, erst 4 Wochen altes Stütchen begeisterte durch seinen jugendlichen Charme und schob sich knapp vor die sehr weit entwickelte Wico-Tochter aus dem Stall von Karsten Depenau in Uetze. An der Seite ihrer immer noch ausdrucksstarken Mutter, der Elitestute Merle, steppte sie schwungvoll um die Bahn. Typvoll und keck, so kamen die Freibergerfohlen daher. Hier wurden Hengst- und Stutfohlen gemeinsam gewertet. Erfreulich, dass Dr. Ute Klauschs Hengst Darius, der letzte Vertreter der D-Linie, hier gleich zweimal punkten konnte. Weiblicher Charme siegte über vielversprechenden Hengstausdruck. Heinrich Langes Stutfohlen wurde vor Hedwig Wiesendahls jungen Hengst rangiert. Am späten Nachmittag konnten die Kaltblutfreunde zufrieden wieder ihren Heimweg antreten. Allerdings sind kommende Veranstaltungen bereits in der Terminliste verankert. Text u. Fotos: Marianne Schwöbel  
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