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Textversion:
Beurteilung von Pferdehaltungen Immer mehr Pferdebesitzer
möchten ihren Pferden artgerechte
Haltungsbedingungen ermöglichen,
sei es im eigenen Betrieb
oder bei der Unterbringung
in einem Pensionsstall. Nicht
nur zu Freizeitzwecken genutzte
Robustpferde, sondern auch
Sportpferde sollen in zunehmendem
Maß von optimalen Bedingungen
profitieren, um zu
voller Leistung gelangen zu können.
Deshalb gibt es die unterschiedlichsten
Konzepte der Offenstall-,
Gruppen- und Einzelboxenhaltung
von Pferden. Die
Betriebe verwirklichen immer
neue Ideen im Stallbau, bei den
Bewegungsmöglichkeiten und
im Management der Pferde, um
den Bedürfnissen des Marktes
Rechnung zu tragen.
Nicht jede neu erbaute teure
Reitsport-Anlage, nicht jede Offenstallhaltung
erfüllt jedoch automatisch
die Bedürfnisse der
Pferde. Vielmehr muss je nach
baulichen und flächenmäßigen
Gegebenheiten, nach Fluktuation
der Pferde im Betrieb und nach
Nutzungsart Situationsbedingt
gebaut und arbeitswirtschaftlich
ergänzt werden.
Wie kann man nun eine Pferdehaltung
aus der Sicht der Pferde
beurteilen? Dazu hat das Bundesministerium
für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
(BMELV) entsprechende
Leitlinien herausgegeben
(Leitlinien zur Beurteilung von
Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten).
Diese
stellen die absoluten Mindestanforderungen
bei der Pferdehaltung
dar. Sie dienen daher
auch Amtsveterinären als
Grundlage, wenn Konflikte mit
dem Tierschutzgesetz zu beurteilen
sind.
Wenn man als Betriebsleiter aber
optimale Bedingungen anbieten
möchte oder als Pferdebesitzer in
einem Pensionsstall sucht, gehen
die Ansprüche darüber hinaus.
Woran erkennt man artgerechte
Pferdehaltung? Es gibt keine Patentlösung,
auch nicht die Aussage,
Offenstallhaltung sei für
Pferde besser als Einzelboxenhaltung
oder umgekehrt. Sicherlich
gibt es nirgendwo nur Vorteile,
desgleichen nirgendwo nur
Nachteile. Vielmehr muss der
Blick geschult werden, um das
Wesentliche vom Unwesentlichen,
um kleine von großen Mängeln
zu unterscheiden, um Vorund
Nachteile gleichermaßen zu
erkennen, denn Bewertung bedeutet
nicht nur negative, sondern
auch positive Kritik. Was
lässt sich mit einfachen Mitteln
verändern? Ist der Stallbetreiber
zu Veränderungen überhaupt bereit?
Eine einzigartige Qualifikation
zu diesem Thema bietet vom 10.
– 13. April und 22. – 25. Mai 2008
die Kölner Pferde-Akademie an.
Dozentin ist u. a. die Verhaltensexpertin
der Universität Weihenstephan
und Buchautorin
Dr.Margit Zeitler-Feicht. Neben
umfassenden theoretischen
Kenntnissen werden Blickschulung
und Bewertungskriterien
gelehrt, Beurteilungen anhand
von Videoaufzeichnungen sowie
Beratungsvorschläge geübt. Bestandteil
des Lehrgangs sind Exkursionen
zu beispielhaften und
innovativen Betrieben. Einen
Schwerpunkt bilden auch alternative
Entmistungsverfahren,
Rohstoffverwertung und Energiegewinnung.
Der Kurs richtet sich an alle, die
mit der Beratung von Pferdebetrieben
zu tun haben, wie Amtsveterinäre,
Tierschutzbeauftragte,
Stallbauarchitekten, Juristen
mit Schwerpunkt Pferderecht,
Steuerberater von Pferdebetrieben,
und ist für alle, die
eine eigene Pferdehaltung planen,
ein unentbehrlicher Ratgeber
und Ideenfinder. Der Kurs
schließt mit einer Qualifikation
ab: dem KPA-Inspektor. Zulassungsvoraussetzung
hierfür ist
die bestandene Sachkundeprüfung.
Ohne Prüfung stehen die
einzelnen Kurstage jedermann
offen. |
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