|
|
| Antiquitäten
|
 |
Vollständigen Artikel mit Bildern als PDF herunterladen: Antiquitäten
|
 |
 |
Textversion:
Jugendstilauktion im
Dorotheum punktet mit Möbelschwerpunkt.
Bestes Gesamtergebnis eröffnet die vierte
Auktionswoche. Berühmte Architekten und Designer
sowie hoch geschätzte Manufakturen
eröffneten die vierte
Auktionswoche 2006 des Dorotheum
in der Jugendstil-Auktion
am 27. November 2006, die mit
dem besten Gesamtergebnis bisher,
mit 863.000 Euro, abschließen
konnte.
Etliche Stücke übertrafen die Erwartungen,
so auch die außergewöhnlichen
Garderobenhaken nach
einem Entwurf von Koloman Moser
aus dem Jahre 1903/04 aus
der Wiener Werkstätte, die schließlich
bei 29.300 Euro zugeschlagen
wurden (Kat. Nr. 274). Der Möbelschwerpunkt, den Expertin
Dr. Julia Blaha gesetzt hat,
gefiel, und dementsprechend
wurde die umfangreiche Offerte
auch mit Zuschlägen honoriert.
Die hochelegante Kommode aus
Paris um 1925 vom französischen
Art-Déco-Designer Jacques Emile
Ruhlmann, eine rare Kostbarkeit
mit Wurzelfaserfurnierung
und intarsiertem Elfenbeinfilet,
enttäuschte nicht und erzielte
108.000 Euro (Kat. Nr. 261).
Für das Buchungsbüro des Sparverkehrs
der Postsparkasse hat
Otto Wagner 1906 den Schreibtisch
entworfen, der von der Firma
Thonet ausgeführt wurde. Ein
Stück Zeitgeschichte, für das ein
Sammler schließlich 36.600 Euro
bot (Nr. 222).
Joseph Maria Olbrichs Notenschrank
– ein sehr edles Möbelstück,
intarsiert mit verschiedenen
Hölzern und Perlmutt aus dem
Jahr 1905 – kam für 24.400 Euro
zum Zuschlag (Kat. Nr. 197). Josef
Zottis zweiflammige Kugellampe
aus dem Jahr 1929 ist ein
Modell, das er 1930/31 für die Umgestaltung
des Café-Museums in
Wien verwendete. Das versteigerte
Exemplar, das sich im Besitz der
Familie des Künstlers befand, war
dem Käufer 9.800 Euro wert (Kat.
Nr. 253). Zottis Lehrer, Josef Hoffmann, war
einer der erfolgreichsten Namen
des Auktionsabends. Sein Entwurf
für die Kölner Werkbundausstellung,
ein Tisch, ausgeführt von der
Firma Spulek in Wien, mit stilisiertem
Blumendekor sowie Perlbändern,
wurde bei dem unteren
Schätzpreis von 5.000 auf stolze
42.700 Euro angesteigert (Nr. 211).
Die von demselben Künstler für die
Poldihütte entworfenen Kästen verkauften
sich schließlich für 30.500
Euro (Nr. 216). Zwei Bechervasen
von Hoffmann aus der Zeit um
1910, ausgeführt von Lobmeyr,
wurden auf das Dreifache ihres
Schätzpreises angesteigert und
schließlich bei 13.400 Euro und
14. 600 Euro zugeschlagen (Nr.
134, 135).
Die viel beachtete seltene Elefantenvase
der Firma Zsolnay, Pecs,
um 1906/10, aus Porzellan-Fayence
mit zwei plastischen Elefantenköpfen
wurde gebührend gewürdigt
und für 7.900 Euro einem
neuen Besitzer zugesprochen (Kat.
Nr. 53).
DOROTHEUM
GmbH & Co KG
A-1010 Wien
Dorotheergasse 17
www.dorotheum.com
Telefax +43 1 51560-379 |
 |
 |
Nächste Artikel dieser Ausgabe: Briefmarken, Frisch Gepresst, Militaria, OB: "Ausstellungen
machen einen großen
Braunschweiger lebendig", Puppen und Teddys, Raabe aus Fürstenberger
Porzellan |
 |
| zurück |
 |
|
|