
Nelly wird der Futterbeutel präsentiert
Bildquelle: Björn Eickhoff

Nelly hat es fast geschafft
Bildquelle: Björn Eickhoff
Stufe 1 Verknüpfung des Hörzeichen "Such" oder ähnliches
Die Stufe 1 beginnt bei Ihnen zuhause. Dies ist ein Ort mit geringster Ablenkung, den Ihr Hund sehr gut kennt. In Ihrem Wohnzimmer sollten Sie sich 4 - 5 Verstecke aussuchen, die nicht wirklich Verstecke sind. Also Verstecke von der Marke Supereinfach, wo Sie sagen würden:"Ist ja gar nicht versteckt!" Aber der Hund soll ja das Hörzeichen "Such" mit der Handlung Suchen verknüpfen und das geht nur mit supereinfachen Verstecken.
Zu Beginn lassen Sie Ihren Hund im Zimmer absitzen oder wenn er zu aufgeregt ist, wird er mit der Leine irgendwo fest gemacht. Dann "verstecken" Sie das Leckerchen und Ihr Hund darf die ganze Zeit zusehen. Wenn Sie fertig sind, gehen Sie zurück zum Hund und geben das Hörzeichen "Such". Meist geht der Hund sehr zielstrebig auf die Futterqquelle zu. Sollte er das nicht tun feuern Sie ihn an und geben ein wenig Hilfestellung bis er sein Leckerchen gefunden hat. Egal wie lange er braucht, werden Sie nicht sauer oder so, das könnte dem Hund die ganze Suche verleiden. Motivieren Sie ihn weiterzumachen. Er soll schliesslich auch Spass daran haben. Und wenn er das Leckerchen findet wird er zusätzlich noch ausgiebig gelobt, egal wie lange er gebraucht hat.
Diesen Übungsaufbau sollten Sie einige Male durchführen. Und über den Tag verteilt immer mal wieder wiederholen. Bis Sie merken, dass Ihr Hund immer zielstrebiger die Verstecke absucht. Dann können Sie dazu übergehen, den Hund ausserhalb des Zimmers warten zu lassen, während Sie die Leckerchen verstecken.
Nach und nach können Sie die Suche auf die ganze Wohnung ausdehnen und Ihren Hund dabei beobachten, wie er sucht. Mit der Zeit werden Sie erkennen, wann der Hund die Spur hat und wann nicht. Das ist draussen im Wald schon von Vorteil, wenn man sieht, ob der Hund was in der Nase hat oder nicht.
Ich wiederhole die Übungen mit Nelly immer mal wieder. Gerade an Regentagen, wenn es wie aus Kübeln schüttet, laste ich sie zwischendurch zuhause mit Suchen aus und kann so die Spaziergänge verkürzen. Auch wenn ich mal wenig Zeit habe, bieten sich die Übungen der Stufe 1 für Zwischendurch an.
Stufe 2: Raus aus dem Haus!
Wenn Sie einen Garten haben, nutzen Sie ihn. Aber auch ohne Garten haben Sie bestimmt eine Stammrunde, die Sie oft mit dem Hund gehen und die er gut kennt. Dort wird es bestimmt auch eine Wiese geben, die Sie nutzen können.
Nehmen Sie sich anfangs ein Rechteck von 2 x 3 m. Auch hier darf der Hund zusehen, wie Sie die Leckerchen verstecken. Nach ein paar Druchgängen können Sie langsam schwieriger werden. Sie bleiben bei der o. g. Fläche und bringen Ihren Hund nach dem Auslegen des Leckerchen ins Fuss, führen ihn ein paar Mal im Kreis und lassen ihn dann suchen.
Meistert Ihr Hund auch das, können Sie die Fläche langsam vergrößern. Wenn Sie wollen, können Sie auch ab jetzt ein Suchobjekt einführen (z. B. Futterbeutel, Spielzeig, etc.), das Ihr Hund in Zukunft suchen darf. Ich persönlich benutze gerne einen Futterbeutel, der einige Vorteile in der Sucharbeit hat:
– da der Futterbeutel aus Stoff ist, nimmt er mit der Zeit einen unverwechselbaren Geruch für den Hund an.
– Der Hund sucht nicht mehr Leckerchen und verschlingt diese direkt und unkontrolliert. Da es leider einge Idioten gibt, die Giftköder gegen Hund auslegen, wird durch den Futterbeutel die Gefahr einer Vergiftung minimiert.
– Der Hund kommt nicht ohne unsere Hilfe an den begehrten Inhalt. Wir werden für den Hund dadurch wichtiger.
– Dummies kann man auch in Äste hängen und dadurch die Suche abwechslungsreicher machen.
Hier draussen können Sie die Suche auch mal auf Video aufzeichnen und später zuhause in Zeitlupe nochmal sehen, um das Anzeigeverhalten Ihres Hundes besser erkennen zu können

Nelly hat es geschafft und den Futterbeutel gefunden
Bildquelle: Björn Eickhoff
Stufe 3 Ab in den Wald und zusammen Spass haben!
Nun geht von der bekannten Umgebung ins Unbekannte. Das heißt, die Ablenkung durch andere Umgebungseinflüsse wird grösser. Die Suche wird schwieriger für Ihren Hund. Aber von Mal zu Mal wird sie abwechslungsreicher, da Sie die vorhandenen Gegebenheiten nutzen können. Da gibt es unzählige Verstecke oder Hindernisse, die überwunden werden müssen, bevor der Hund an das Suchobjekt herankommt.
Auch hier sollten Sie wieder mit kleinen Suchflächen anfangen, um Ihren Hund nicht zu überfordern. Nach und nach sollten Sie dann den Schwierigkeitsgrad der Verstecke erhöhen, bevor Sie die Suchfläche vergössern.
Aber auch jetzt sind Sie schon in der Lage die Suchspiele in Ihre täglichen Spaziergänge zu integrieren. Zu dem Ablauf dabei ist zu sagen, dass man bei der ersten Suche des Tages eher leicht anfangen sollte, damit der Hund warm wird. Auch wir sind meist nicht in der Lage aus dem Stand Höchstleistungen zu vollbringen, also muten Sie das bitte auch nicht Ihrem Hund zu. Danach können die Suchlage schon anspruchsvoller werden. Nur sollten Sie beachten, dass Sie leichte und schwere Übungen abwechseln damit der Hund nicht überlastet wird.
Was Sie den Hund am Ende suchen lassen, bleibt Ihnen überlassen. Ich nutze den Futterbeutel. Bei Ihnen kann der Hund auch die Autoschlüssel oder die Geldbörse suchen. Man kann ihm auch vor der eigentlichen Suche zuerst das Anzeigen des Suchobjektes beibringen, so dass er sich davor ablegt und es nicht in den Fang nimmt.
In meiner Praxis als Tierpsychologe setze ich sehr häufig die Suchspiele als Auslastungsmöglichkeit für die Hunde ein. Die artgerechte Auslastung ist bei mir ein wichtiger Bestandteil des Trainigplans, wenn es um Jagdverhalten, Agressivität oder Hyperaktivität geht. Aber auch bei körperlich eingeschrängten Hunden hat sich die Nasenarbeit bewährt.
Tierverhaltensberatung & Hundeschule
Björn Eickhoff
Obmettmann 2
40822 Mettmann
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Fax 069 - 13305650273
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Achtung neue Internetadresse
Die Internetadresse der Tierverhaltensberatung Björn Eickhoff hat sich geändert. Ab sofort finden Sie mich unter www.pfotentrainer.com!
Liebe Grüsse
Björn Eickhoff
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