
Deutscher Schäferhund
Bildquelle: Wikipedia

Deutscher Schäferhund
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Herkunft und Wesen
Rittmeister Max von Stephanitz und sein Freund Artur Mayer suchten gemeinsam einen Arbeitshund. Sie wollten einen kräftigen, leistungsfähigen, deutschen Schäferhund züchten. Auf einer Ausstellung wurden sie fündig: Horand von Grafrath war der Stammvater dieser Zucht.
Der Deutsche Schäferhund ist vom Wesen her ausgeglichen, selbstsicher, treu, anhänglich, klug und wachsam. Er wird als Hund der Superlative bezeichnet, was Intelligenz, Führigkeit, Arbeitsbereitschaft und körperliche Gewandtheit anbelangt. Daher ist er nicht nur für seinen ursprünglichen Verwendungszweck, das Hüten einer Schafherde, geeignet, sondern ebenso als Schutzhund wie als Polizei- und Fährtenhund, als Blindenführhund und als Rettungshund. Er besitzt einen ausgeprägten Familiensinn und ist deshalb als Familienhund gut geeignet.
Deutsche Schäferhunde sind zwar Sportlertypen, sie lieben aber auch lange Spaziergänge und brauchen viel Bewegungsfreiheit und Familienanschluss. Sie bevorzugen kühlere Temperaturen. Als Krankheiten treten vereinzelt Allergien (Immunschwäche) sowie, bei falscher Züchtung, wie bei fast allen größeren Hunderassen Gelenkprobleme (Hüftgelenks-, Ellbogendysplasie) auf. Es liegt auch in der Verantwortung der Verbände und Züchter, darauf zu achten, nur jene Elterntiere für die Weiterzucht zuzulassen, die keine Probleme mit der Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie haben.
Beim Kauf wird empfohlen, sich an Züchter zu wenden, deren Tiere HD-geröntgt und HD-frei sind. Inzwischen gilt bei den diensthundehaltenden Behörden wie Zoll, Bundespolizei, Landespolizeibehörden und der Bundeswehr der Belgische Schäferhund als deutlich robuster und triebstärker, aber auch sensibler und nervöser, was dazu führen kann, dass die Kinderfreundlichkeit möglicherweise einer gewissen Aggressivität weicht. Das jeweilige Verhalten des Hundes ist jedoch kontrollierbar und steuerbar durch konsequentes Einwirken des Halters. Gesundheitlich steht aber der Deutsche Schäferhund mittlerweile weit hinter dem Belgier. Der Deutsche Schäferhund gilt als der „Allrounder“ unter den Hunderassen. Er ist weltweit der beliebteste Gebrauchshund.

Ur-Schäferhund
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Entwicklung der Rasse
Das Bild zeigt Horand von Grafrath (ursprünglicher Name: Hector Linksrhein), den ersten von Rittmeister Stephanitz 1895 ins Zuchtbuch eingetragenen Schäferhund. Er ähnelt nur noch entfernt der heutigen „Schaulinie“ Deutscher Schäferhund. Er war leichter und weniger massig gebaut.
Zuchtlinien in der damaligen DDR erhielten in stärkerem Ausmaß die alte Form und zeigen auch eine Tendenz zu längerem Fell und der alten, dunkleren Farbe. Aufgrund der weniger häufigen Tendenz zu Hüftgelenkdysplasie sind diese Tiere in der Gebrauchshundezucht recht begehrt. Der Versuch, diese Linien als Ostdeutscher Schäferhund zu erhalten, wird vom Verein für Deutsche Schäferhunde nicht unterstützt.
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