Schon aus dem Altertum existieren Berichte von haarlosen Katzen. Das älteste Fotodokument stammt von etwa 1902 und zeigt ein Paar haarloser Katzen aus Mexiko.
Die Zuchtlinien der heutigen Sphynx-Katzen stammen allerdings von Katzen aus Kanada. Diese wurden dort seit 1966 aus einer natürlich mutierten Katze vom Menschen weitergezüchtet. Bei der gegenwärtigen Gesetzgebung in allen Ländern führt der Wunsch nach immer neuen Rasseattraktionen dazu, dass man auch Tiere weiter züchtet, die unter natürlichen Bedingungen nicht lebensfähig wären.
Die Stammutter der Ragdoll ist eine Katze mit Namen Josephine. Sie war eine „angoraähnliche“ Freigängerin, die einer Nachbarin von Ann Baker in Kalifornien gehörte. Aus einem Wurf dieser Katze bekam Ann Baker einen Kater, der einer „Heiligen Birma“ ähnlich sah. Mit diesem Kater und nicht weiter bekannten Tieren baute Ann Baker eine Linienzucht auf, und gab der so von ihr neu erzüchteten Rasse den Namen Ragdoll, was auf Deutsch etwa Stoffpuppe bedeutet, manchmal auch Lumpenpuppe genannt.
Bei der im Volksmund und in einigen deutschsprachigen Katzenzuchtvereinen als Kartäuserkatze bekannten Katzenrasse handelt es sich um eine blaue Britisch-Kurzhaarkatze. Sie entstand ursprünglich durch gezielte Kreuzung dreier Katzenrassen. Heute ist jedoch der Name Kartäuser für eine der drei Stammrassen, die französische Chartreux, gebräuchlicher. Kartäuser ist die deutsche Übersetzung des französischen Begriffes Chartreux.
Die Norwegische Waldkatze zählt zu den Halblanghaarkatzen und ist neben der Maine-Coon- und der Ragdoll-Katze eine der größten Katzenrassen. Ihre Erscheinung verdankt die Norwegische Waldkatze dem extremen Klima in ihrer skandinavischen Heimat. Sie ist groß, sehr robust, kräftig und muskulös gebaut und besitzt ein doppellagiges Fell aus dichter Unterwolle und aus stark wasserabweisendem Deckhaar, welches durch eine dünne Schicht aus noch längeren Haaren (Deckhaare), die fein über dem Fell liegt, unterstützt wird (dies wirkt wie eine dritte Haarschicht).
Siamkatzen, auch Siamesen genannt, gehören zu den Rassekatzen. Die Rasse kommt wahrscheinlich ursprünglich aus dem heutigen Thailand, das damals noch Siam hieß, und stammt möglicherweise von der Bengalkatze oder der Nubischen Katze ab. Die ersten Siamkatzen gelangten Ende des 19. Jahrhunderts als Mitbringsel von Siam nach Großbritannien.
Die Maine-Coon-Katze, auch bekannt als amerikanische Waldkatze, ist eine Haus- und Gebrauchskatze (working cat), die die Bewohner von Maine in den USA 1985 mit dem Titel „Nationalkatze“ bedachten. Die Maine Coon gehört zu den sogenannten Halblanghaarkatzen mittelschwerer Form. Da sie sehr anhänglich ist, wird die Maine Coon auch „Hundkatze“ genannt.
Die Perserkatze ist groß bis mittelgroß und gedrungen (der Fachmann nennt das cobby). Sie hat einen runden Kopf, mit kleinen weit auseinandergesetzten Ohren (Ohrenspitzen sind rund), große runde offene Augen und ein kurzes Näschen. Die Augenfarbe variiert je nach Art zwischen orange/kupferfarben, blau und smaragdgrün. Ihre Beine sind kurz, kräftig und sie hat dicke Pfoten, der Schwanz ist recht kurz, jedoch stark behaart (puscheliger Schwanz).
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