Atemwegserkrankungen

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Bildquelle: Claudia Nehls

Eine akute Atemwegserkrankung der oberen und unteren Atemwege wird ausgelöst durch eine Vielzahl von Viren und Bakterien.
Bakterielle, akute Infektionen des Bronchialbaumes resultieren meist als Sekundärinfektion nach primärer Schädigung durch Viren.
Die Symptome sind:
erst trockener, schmerzhafter Husten, im weiteren Verlauf bei produktiver Entzündung feuchter Husten, Nasenausfluss bei Beteiligung des oberen Respirationstraktes, evt. Temperaturerhöhung/Fieber, gestörtes Allgemeinbefinden, Apathie, verminderte Nahrungsaufnahme, bronchial verschärftes Atemgeräusch, Rasselgeräusche.

Kausal verantwortlich für die Erkrankung sind einerseits die physiologischen Gegebenheiten des Respirationstraktes, andererseits wird den natürlichen Lebensbedingungen des Flucht- und Lauftieres Pferd in unserer Gesellschaft nur unzureichend Beachtung geschenkt.
Eine Atemwegserkrankung kann ausgelöst werden:
1. durch eine Infektion (Übertragung von Viren, Pilzen und Bakterien),
2. durch allergische Reaktion der Schleimhäute der Atemwegsorgane auf eindringende Allergene, Inhalation von reizenden oder heißen Gasen,
3. durch Parasiten,
4. als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen, wie z. B. Tumoren,
5. durch innere Blutungen (z. B. verursacht durch Überanstrengung in höchstem Maße), mechanische Einflüsse oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, wenn Kontakt zu fremden Pferden aufgenommen wird, oder wenn die Abwehr aufgrund von verschiedenen Faktoren geschwächt ist. Die Fähigkeit, Antikörper gegen Infektionskeime zu bilden sinkt beispielsweise unter Stressbedingungen, wie längere Pferdetransporte, die Umstellung in einen neuen Stall (hier auch bezüglich des ungewohnten Klimas aufgrund von fremden Microorganismen), aber auch durch Stress aufgrund falschen Umgangs, Überforderung und niedriger Rangordnung des betroffenen Pferdes.
Aus diesem Grunde sollten Pferde besonderen Belastungen nur ausgesetzt werden, wenn diese sich in einem sichtlich gutem Allgemeinbefinden befinden.

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Bildquelle: Claudia Nehls

Besonders häufig treten Atemwegserkrankungen in Form einer Bronchitis auf (die Bronchien verzweigen sich baumartig zu Bronchiolen, die in Alveolgänge mit den Lungenbläschen (Alveolen) übergehen, hier findet der Gasaustausch statt):
Die akute Bronchitis wird verursacht durch Viren und/oder Bakterien. Bakterielle, akute Infektionen des Bronchialbaumes resultieren meist als Sekundärinfektion nach primärer Schädigung durch Viren.
Symptome: erst trockener, schmerzhafter Husten, im weiteren Verlauf bei produktiver Entzündung feuchter Husten, Nasenausfluss bei Beteiligung des oberen Respirationstraktes, evt. Temperaturerhöhung/Fieber, gestörtes Allgemeinbefinden, bronchial verschärftes Atemgeräusch, Rasselgeräusche.
Bei der allergisch bedingten Bronchitis liegt eine Sensibilisierung gegen verschiedene Allergene (Staub, Pilz-, Schimmelsporen oder/und Blütenpollen, Gräser, Bäume) vor. Hier spielt, wie bei anderen allergischen Erkrankungen auch, die genetische Disposition eine Rolle. Bestimmte Allergene, die über die Atmung in die Lunge gelangen und sich auf den Schleimhäuten der Atemwegsorgane verteilen, lösen Reaktionen des Gewebes aus. Der Pferdeorganismus reagiert auf diese Allergene übermäßig und unnötig. Im Bereich der Atmungsorgane werden die Schutzmechanismen (Flimmerephitel, schleimbildende Zellen, Makrophagen) mobilisiert. Bei übermäßiger Belastung mit Allergenen wird als erste Reaktion Husten ausgelöst. Werden keine Gegenmaßnahmen ergriffen, können schwerwiegende und irreparable Atemwegserkrankungen die Folge sein.
Unter der chronisch-obstruktiven Bronchitis versteht man Atemwegserkrankungen, welche als Folge einer chronischen, unheilbaren Schädigung der Lungen oder des Herzens auftreten. Symptome: anfangs Leistungsabfall, Müdigkeit, Teilnahmslosigkeit, dann kraftloser, trockener, tonloser Husten (bei Belastung massiver), Atemgeräusche offen hörbar, Nasenausfluss milchig, in der Folge Atemnot, Nasenausfluss eitrig. Charakteristisch ist beim Atmen jetzt die sogenannte „Doppelschlägigkeit“: Das Einatmen geschieht langsam und gleichmäßig mit hörbaren Rasselgeräuschen, das Ausatmen findet in zwei Abschnitten statt: a.) passives Ausatmen des ersten Teils der Luft, b.) aktives Ausatmen des zweiten Teils der Luft unter Zuhilfenahme der Bauchmuskulatur; makroskopisch wahrnehmbar durch die sogenannte „Dampfrinne“. Das Lungenemphysem stellt schließlich die irreversible Erweiterung der Alveolen dar und wird landläufig als Dämpfigkeit bezeichnet.
Wirkungsvollste Prophylaxe sowie Voraussetzung jeder effektiven Therapie ist eine soweit wie nur möglich an den natürlichen Lebensbedingungen des Pferdes orientierte Haltung: Licht, Luft und Bewegung
– optimalerweise die Möglichkeit zur ständigen freien Bewegung – sollten selbstverständlich sein. Es versteht sich von selbst, dass die Belastung mit möglichen Allergenen so weit wie möglich vermieden wird. In erster Linie ist hier auf qualitative Futtermittel (insbesondere Rauhfutter) zu achten, um die Belastung durch Staub, Pilz- und Schimmelsporen in Grenzen zu halten. Stallhygiene und tägliches Ausmisten (Ammoniak, Schwefelwasserstoff) sind weitere wichtige Vorsorgemaßnahmen.
Die Therapie besteht aus der Verabreichung von Präparaten wie Bronchospasmolytika und/oder Sekretolytika, um die Lunge zu entschleimen und Verkrampfungen zu lösen bzw. erst gar nicht entstehen zu lassen. Bei bakteriellen Infektionen wird mit Antibiotika therapiert. Auch schleimlösende und beruhigende Inhalationen mit Lavendelöl, Baldriantinktur, Bronchofortan, Pinimenthol oder auch Mischungen aus Menthol, Fichtennadelöl und Eukalyptus haben sich bewährt; je nach Schweregrad Infusionen aus Kochsalzlösung.
Homöopathen behandeln bei allergischen Atemwegserkrankungen mit Acidum formicicum, bei COP mit Tartarus stibiatus, zur Stärkung der Herzfunktion Crataegus, bei akuter fieberhafter Bronchitis mit Bryonia, Aconitum oder Belladonna, der Konstitution entsprechend bei chronischer Bronchitis mit Arsenicum album, Phosphor, Natrium muraticum, Kalium jodatum oder Silicea; auch Bronchovetsan ist ein hilfreiches Mittel.
Kräuter in naturbelassener, flüssiger oder/und in Form einer Teemischung wie Anis, Eukalyptus, Fenchel, Thymian, Huflattich und Schlüsselblume, welche antibakteriell, entzündungshemmend, schleim- und krampflösend wirken, ergänzen die Therapie.


Textquelle:

Claudia Nehls
Zentrum für ganzheitliche Tierheilkunde, C. Nehls, Bad Driburg,
Tel.: 0173/5157633, Fax: 05648/963334, www. tierheilkundezentrum.de
E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de

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Kommentare

Atemwegserkrankung

Ihr Kommentar ist völliger Quatsch, bzw. ganz einfach gelogen. Den air-one hat Herr Sanner entwickelt, wobei von 3 Jahren Forschung keine Rede war. Die wissenschaftliche Erforschung der Wirkung des Kegel-Inhalators wurde schon vor ca. 30 Jahren durch die Firma Boehringer, Ingelheim vorgenommen.
Werner Kegel GmbH

Atemwegserkrankung

Liebe Julia,

super dein Bericht. Nun mein Beitrag.

Es gibt ein Ultraschall Inhalator von der Fa. Hippomed, die sich mit diesem Problem auseinandergesetzt hat. 3 Jahre Forschung und das einzige Gerät, das wissentschaftlich erwiesen für die Tiefeninhalation ist.

www.hippomed.de

Für jeden, der Probleme mit COB, Allergien, etc... hat.

LG, Ramona

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