Pferdefütterung

Zwei Haflinger

Zwei Haflinger beim Trinken aus der Tränke

Bildquelle: Tierheilpraktikerin Claudia Nehls

Über kaum ein Thema machen sich Pferdehalter so viele Gedanken wie über die richtige Fütterung Ihres Vierbeiners. Ein Grund hierfür liegt in dem längst nicht mehr überschaubarem Angebot an Futter- und Ergänzungsfuttermitteln.
Pferde mit Mangelerscheinungen treffe ich sehr selten an, dafür umso mehr reichlich überversorgte Pferde oder auch Pferde mit Imbalancen im Nährstoffhaushalt.
Der Pferdehalter unserer Zeit möchte für seinen Liebling alles Erdenkliche tun, um Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Man füttert hier ein Pülverchen, dort ein Pülverchen, verschiedene Kraftfuttersorten in Form von Müslis und Pellets und wechselt häufig die Futter- sowie Ergänzungsfuttermittel, weil nichts den ersehnten Erfolg bringt. Es wird munter gekauft, gewechselt und obendrein noch alles auf einmal gefüttert. So ist man sicher wirklich alles zu füttern, was das Pferd gesund erhält bzw. ihm Unterstützung bei den unterschiedlichen Erkrankungen bietet. Da ständig von Mangelerscheinungen die Rede ist, möchte der Pferdehalter unserer Zeit diese auf keinen Fall in der ein oder anderen Weise aufkommen lassen und was verschafft hier Garantie?
Genau: Man füttert Mineralfuttermittel zusätzlich zum stark vitaminisierten Müsli, so kann keinesfalls ein Mangel aufkommen (denkt man zumindest)!
Umso enttäuschter und verzweifelter ist man dann, wenn sich der Gesundheitszustand des Vierbeiners immer weiter verschlechtert statt verbessert und gibt dann irgendwann – der eine früher, der andere später – genervt auf getreu nach dem Motto: Es hilft ja doch nichts, ich habe schon alles versucht!
Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, sofern man folgende Grundregeln beachtet:
Oberste Priorität hat eine erstklassige Qualität jeglicher Futtermittel, hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um Rauh-, Kraft- oder Ergänzungs- und Saftfutter handelt!
Das Calzium: Phosphor-Verhältnis sollte bei ca. 2:1 liegen und das Verhältnis Energie zu Protein bei ca. 1:5. Entscheidend bei einer Proteinüberversorgung, welche bei der allgemein praktizierten Fütterung die Regel ist, ist immer das Verhältnis Energie zu Protein. Ein Pferd toleriert eine stark überhöhte Proteinzufuhr, wenn die Energie im richtigen Verhältnis bereitgestellt wird, ist das Verhältnis Energie zu Eiweiß im Ungleichgewicht treten denkbar schneller ernste Probleme auf.
Rauhfutter sollte den Pferden möglichst ständig zur Verfügung stehen, als Mindestaufnahmemenge pro Tag und 100 kg Pferdegewicht rechnet man jedoch 1,5 kg Heu plus Stroh zur freien Aufnahme während der Wintermonate. Stroh hat übrigens nur knapp 60 % des Energiewertes von Heu und einen Bruchteil des Proteinwertes (im Durchschnitt 1/8).
Eine ausreichende Menge Rauhfutter ist so wichtig, da der Pferdedarm zur Gesunderhaltung und Symbiose zwingend auf die Zuführung von Rohfaser angewiesen ist. Ohne bedarfsgerechte Rohfaserzufuhr verändert sich die Lebensgemeinschaft der Bakterien im Darm zum Ungleichgewicht und es kommt zur Dysbiose. Unter anderem deshalb sollte auch vor der Kraftfuttergabe die Rauhfuttergabe erfolgen. Die Umstellung auf ein anderes Futter, zum Beispiel auf Weidehaltung, sollte immer langsam erfolgen, da durch abrupte Futterwechsel ebenfalls ein Ungleichgewicht der Darmbakterien entsteht, dessen Folgen beispielsweise Hufrehe, Kolik, Durchfall und Kotwasser sind.
Rauhfutter hat somit den wichtigsten Anteil an einer gesunden Pferdefütterung. Dies ist zwar kaum einem Pferdehalter bewusst, doch entspricht der Tatsache!

Pferde mit chronischen Atemwegserkrankungen haben – eigentlich logisch - den gleichen Bedarf an Rohfaser wie ihre Artgenossen. Daher muss auch diesen eine bedarfsgerechte Versorgung angeboten werden, was im Umkehrschluss bedeutet: Heu bester Qualität wässern (ca. 15 Minuten im Wasserbad einweichen, dann gut abtropfen lassen).
Der oft praktizierte einfache Weg im Sinne einer Silagefütterung ist der falsche Weg: Silage enthält weniger Rohfaser, dafür mehr Protein, beinhaltet weiterhin das Risiko eines Besatzes von Bakterien, Hefen und Mykotoxinen und führt somit zu einem gestörten Darmraum; oft reagieren Pferde auch makroskopisch sichtbar mit Kotwasser oder Durchfall. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr ist der Botulismus. Das Bakterium Clostridium botulinum kommt überall im Boden sowie auch in Tierkadavern und im Darmtrakt von manchen Vögeln und Säugetieren vor. Das Bakterium kann nur Toxine bilden, wenn es anaerobe Bedingen (keinen Sauerstoff) sowie einen PH-Wert über 4,5 vorfindet. Beides bietet die Silage: Der PH-Wert liegt über 4,5 und durch dichte Pressung und Folie herrschen anaerobe Bedingungen. Der Vorteil der Silage liegt ausschließlich in der Herstellung, diese ist bedeutend günstiger durch ihren – im Gegensatz zum Heu – geringen Zeitaufwand und des weniger zu beachtenden Erntewetters.
In der Pferdefütterung sollte Silage aufgrund der geschilderten Nachteile jedoch keinen Platz finden!
Ob unserem Pferd mit chronischer Atemwegserkrankung qualitativ einwandfreies Stroh bereitgestellt werden sollte oder besser Alternativeinstreu ist grundsätzlich individuell abzuklären. Falls Stroh eine allergische Reaktion auslöst sollten jedoch auch die Nachbarpferde auf Alternativeinstreu umgestellt werden, sonst ist der positive Effekt der alternativen Einstreu verschwindend gering! Grundsätzlich sollte hier auf Offenstallhaltung Wert gelegt werden und viele Probleme lösen sich von selbst!
Während der Weidemonate sollte zur Deckung des Rohfaserbedarfs Stroh vorgelegt werden, an dem sich die Pferde ad libidum bedienen können. Der Rohfasergehalt im Weidegras ist denkbar verschieden: Junges Gras beinhaltet wenig, überständiges Gras viel Rohfaser. Eine überständige Weide ist somit jungem kurzen Gras vorzuziehen. Bei der Weidehaltung ist ein weiteres wichtiges Kriterium eine annähernde Naturbelassenheit, welche eine künstliche Düngung und Unkrautbekämpfung mit Pestiziden ausschließt. Auch Ponys und Pferde mit der Disposition zur Hufrehe sind auf einer überständigen naturbelassenen Weide besser aufgehoben als auf einer abgeknabberten, da hier die jungen Gräser zum Tragen kommen, die natürlich aufgrund Grasknappheit sofort verschlungen werden. Eine Pferdeweide sollte darüber hinaus keine fetten Gräser (Weidelgras), sondern karge Gräser enthalten. Im Weidelgras ist der Anteil an Fructanen (Polysaccharid = langkettiger Zucker) 4 x höher als in mageren Gräsern. Suspekt, wenn man bedenkt, dass dieses „Mastgras“ weiterhin als das Pferdegras angeboten wird, obwohl es für Pferde aller Erfahrung der vergangenen Jahre nach denkbar schlecht geeignet ist.

Generell geeignet für alle Pferde ist die Fütterung von Saftfutter (Möhren, Äpfel). Möhren sollten auf ihren Gehalt an Nitrat (Teststäbchen Apotheke) getestet werden und können bis ca. 3 kg täglich gefüttert werden. Mit Äpfeln ist mengenmäßig etwas sensibler umzugehen, hier reichen 2 – 4 Äpfel pro Tag, da diese zu ihren vielen positiven Inhaltsstoffen Säuren enthalten, die jedoch bei der angegebenen Menge toleriert werden.
Beim Kraft- und Ergänzungsfutter bin ich der Ansicht, dass aus den nachfolgenden Gründen generell auf naturbelassene Nährstoffe Wert gelegt werden sollte. Naturbelassenheit erkennt man jedoch weder am guten Geruch (beim Getreide fehlt er gänzlich), noch an der Werbung des Herstellers, sondern einzig und allein an den Inhaltsstoffen. Sobald auf der Deklaration eine bestimmte Menge an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Zusatzstoffen angegeben ist, ist unser Futter nicht naturbelassen. Wenn ein Futter naturbelassen ist, ist eine Deklaration, das heißt eine Angabe von o. g. Stoffen nicht möglich, da die Natur Schwankungen unterliegt. So ist es beispielsweise beim Naturprodukt Hafer nicht möglich eine Angabe über den Gehalt an Mineralstoffen zu machen, da diese stark durch Ernte und Bodenbeschaffenheit schwanken. Hier gibt es nur Anhaltspunkte und diese unterliegen keiner Deklaration, da eben genauere Angaben nicht möglich sind. Ebenso verhält es sich bei Mais, Gerste, angebotenen natürlichen Getreidemischungen und anderen Naturprodukten wie Heucobs ohne Zusatzstoffe oder Luzerne und Melasseschnitzel. Es gibt auch Müslis sowie Pelletfutter, welche unter dem Aspekt der Naturgesetze hergestellt werden, allerdings ist mir lediglich eine Firma bekannt, die diese herstellt.
Sobald der Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen usw. mit Mengenangabe deklariert ist, sind diese synthetisch zugesetzt.

Warum aber spielt das für unser Pferd eine Rolle?
Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft sind die gegenwärtigen Normwerte viel zu hoch angesetzt, was im Umkehrschluss bedeutet, dass ein Überschuss mit der Fütterung eintritt. Diese Problematik der auf dem Markt befindlichen Futtermittel mit überhöhten Gehalten an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen kam aus dem paradoxen Wunsch der Pferdehalter zustande, mehr für`s Geld zu bekommen, Nebenwirkungen wurden hier nicht beachtet bei dem Wunsch, mehr „Gesundheit“ zu füttern. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist übrigens nicht zweifelsfrei geklärt, welche Menge vieler Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe unser Pferd zur bedarfsgerechten Versorgung überhaupt benötigt. Dass der momentane Normwert wohl zu hoch angesetzt ist, wurde jedoch mittlerweile festgestellt.
Durch eine überhöhte Gabe werden die Entgiftungsorgane (Leber, Nieren, Darm) durch den Abbau der nicht benötigten Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, welche im Übermaß zugeführt wurden, überlastet.
Dies führt lang- bzw. je nach Überschuss auch kurzfristig zu ernsten Erkrankungen. Nicht optimale Versorgung führt zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen, welche sich in Stoffwechselproblemen, Allergien, Lahmheiten, Knochenschädigungen, Nierenschädigungen, Leberschädigungen und Darmproblemen äußern können. Oft wird der Fehler gemacht, weitere synthetische Ergänzungsfuttermittel mit dem Ziel zu füttern, Mangelerscheinungen auszugleichen, obwohl schon ein Überschuss besteht.

Weiterhin stehen synthetisch zugesetzte Stoffe in Verdacht, vorhandene Erkrankungen bzw. Dispositionen zu Erkrankungen weiter zu verstärken!
Schaut man sich Pferde vor der Domestikation an, so wird schnell klar, dass die Ernährung des Pferdes von Urzeiten her immer naturgemäß war: statt synthetischer Stoffe wurden Kräuter und Pflanzen gefressen bei Bedarf. Unsere Böden sind heute leider verarmt an natürlichen Kräutern und Pflanzen, daher sollte hier die naturgemäße Zufütterung von Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen ansetzen. Ein Überschuss wäre durch natürliche Kräuterfütterung jedenfalls auszuschließen: Schaut man sich den Gehalt natürlich vorkommender Inhaltsstoffe und synthetisch zugesetzter an, wird das auf den ersten Blick klar!
Bedenken, dass sich über eine naturgemäße Versorgung hinausgehende positive Eigenschaften des jeweiligen Krautes bei Dauerfütterung nicht aufrechterhalten lassen, kann ich aus der Praxis nicht bestätigen. Mittlerweile arbeite ich seit mehreren Jahren mit natürlichen Kräutermischungen zur bedarfsgerechten Versorgung und mir ist nicht ein Fall bekannt, bei dem darüber hinausgehende positive Eigenschaften eines problemorientierten Krautes bei dauerhafter Fütterung einen nachlassenden Effekt aufwiesen. So wirkt beispielsweise die Brennessel auch nach Jahren der Fütterung blutreinigend, stoffwechselanregend und entgiftend, dieser positive Effekt ließ in keinem mir bekannten Fall bei Dauerfütterung nach.
Kräuter enthalten viele natürliche Mineralstoffe und Spurenelemente und wirken im Organismus basisch.
Sie gleichen Übersäuerungszustände aus und tragen zu einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt bei. Ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist Ursache bzw. Mitursache zahlreicher Erkrankungen unserer Pferde. Viele Kräuter wirken zusätzlich entgiftend und helfen das körpereigene Schutzsystem aufzubauen und im Gleichgewicht zu halten. Sie enthalten Vitamin C als natürliches Antioxidant, Kieselsäure, natürliches Biotin, Zink und die sekundären Pflanzenstoffe sowie Mikronährstoffe, deren positive Wirkungen zwar nicht bewiesen, jedoch vorhanden sein müssen, da synthetisch nachgeahmte Pflanzenstoffe nicht deren volle Wirksamkeit erzielen bzw. eine abweichende Form der Wirksamkeit beinhalten.
Die Ernährung unserer Pferde sollte in erster Linie bedarfsgerecht – nicht übermäßig – und möglichst naturbelassen sein. Auch wenn die Meinungen hier stark auseinandergehen, bin ich der Ansicht, dass Fütterungstabellen untauglich sind. Ein 550 kg schwerer Haflinger hat einen völlig anderen Anspruch an die Ernährung als ein 400 kg schwerer Vollblüter.
Würde man hier nach einer Fütterungstabelle verfahren, bekäme unser Haflinger mehr Futter in die Krippe als der Vollblüter, obwohl der Haflinger bedeutend weniger Futter benötigt trotz mehr Lebendgewicht. Ob wir nun von Erhaltungsbedarf, leichter, mittlerer oder schwerer Arbeit sprechen, jedes Pferd hat einen ganz spezifischen Anspruch an die Ernährung. Der Haflinger wird in der Regel immer einen bedeutend geringeren Anspruch als der Vollblüter haben, doch kann es selbst hier im Ausnahmefall vorkommen, dass der Haflinger (aufgrund Erkrankungen, Alter u. a.) mehr Futter benötigt. Fütterung kann nicht allgemein beantwortet, sondern kann nur individuell unter Berücksichtigung sämtlicher Faktoren betrachtet werden, Aspekte wie Rasse, Leistung, Konstitution, Disposition, Erkrankungen, schwer- oder leichtfuttrig, Alter, Haltung und vieles mehr muss hier zwingend berücksichtigt werden.
Keine Fütterungstabelle kann in der Lage sein, Individualitäten einzubeziehen. So können Tabellen immer nur grobe Anhaltspunkte sein und nach wie vor sollte es immer das Auge sein, welches füttert, da nur das Auge dieses spezifische Pferd mit allen individuellen Gegebenheiten betrachten kann.
So besitze ich ein 30-jähriges Araber-Welsh Pony mit Stockmaß 1,39 m, welcher täglich 25 Liter Futter plus Rauhfutter ad libidum vertilgt und dabei noch immer sehr schlank ist. Wollte man dieses Pony nach einer allgemein gültigen Meinung bzw. Futtertabelle ernähren, wäre er längst verhungert. Bei Betrachtung ohne Individualitäten sähe der Theoretiker vorrangig das Hufrehe-Risiko bei dieser mengenmäßigen Fütterung, der Praktiker sieht immer das Ganze, nämlich dieses einmalige Pony, welches eben genau diesen Bedarf aufweist (siehe Foto „Fuchs“).
Ein altes Pferd benötigt demnach zwar grundsätzlich mehr Nährstoffe wie ein Pferd im besten Alter, doch welche Menge mehr entscheidet allein das Gesamtbild.

Auch die Fütterung von Fohlen (siehe Pferdeanzeiger Mai-Ausgabe) und wachsenden Pferden sollte lediglich bedarfsgerecht sein, denn schnelles Wachstum ist vom gesundheitlichen Aspekt her gesehen negativ, nicht positiv. Ein Fohlen sollte sich altersgemäß entwickeln dürfen und nicht durch erhöhte Nährstoffzufuhr intensiv aufgezogen werden. Knochen, Sehnen und Knorpel müssen sich entwickeln dürfen und nicht von vorneherein geschwächt werden durch zu schnelle Mast. Auch Fohlen sollten lediglich Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in optimal verwertbarer Form ausreichend zugeführt bekommen. Schädlich zu beurteilen sind hier gleichermaßen Mangelerscheinungen, Überschüsse und Imbalancen.
Wie kompliziert die Fütterung dann doch sein kann, zeigt dieses Beispiel:
Ein Mangel an Calcium begünstigt Knochen- und Hautschädigungen ebenso wie ein Calciumüberschuss. Calcium konkurriert im Darm mit Kupfer, Zink und Selen um die Aufnahme in den Organismus. Kupfer und Zinkmangel sind direkte Verursacher u. a. von Hautproblemen und Juckreiz. Kleie (große Anteile finden sich in Fertigmash) vermindern die Aufnahme von Calcium, Kupfer, Zink und Selen, so ist hier bei täglicher Fütterung ein Mangel bereits vorprogrammiert. Demnach ist eine tägliche Mash-Fütterung immer kontraproduktiv bezogen auf den Mineralienhaushalt, der bei der Durchfallerkrankung, deren häufige Empfehlung die tägliche Mash-Fütterung darstellt, immer unreguliert und nicht im Gleichgewicht ist!
Ein Überschuss an Selen, welcher, da Selen ein Spurenelement ist, schon bei geringster Überdosierung eintreten kann, führt zu Vergiftungserscheinungen bis hin zum sogenannten „Ausschuhen“, welches meist den Verlust des Pferdes bedeutet. Die Meinung, dass unsere Böden grundsätzlich Selen arm sind kann zumindest meine praktische Erfahrung in keiner Weise bestätigen:
Mir wurden mehr Pferde mit Selenüberschüssen bis hin zur Vergiftung als mit Selenmangelerscheinungen vorgestellt. Wie schnell eine Selenvergiftung entsteht, konnte ich bei meinen eigenen Pferden vor Jahren erfahren. Bezüglich des Spurenelements Selen besteht übrigens ein weiterer Nachteil, nämlich der, dass der Normwert im Blut lediglich bei Vollblütern bekannt ist. Dass sich dieser Wert nicht auf alle Rassen übertragen lässt versteht sich von selbst.
Eine bedarfsgerechte Ernährung ist die Grundvoraussetzung der Gesundheit sowie auch jeder erfolgreichen Therapie einer Erkrankung. Aus diesem Grunde sollte sich jeder Pferdehalter hiermit eingehend beschäftigen.
Nach Jahren praktischer Erfahrung kann ich nur ein Resümee ziehen:
Eine naturgemäße und individuell zu ermittelnde Fütterung ist der Schlüssel zur Gesundheit aller Pferde!


Textquelle:

Tierheilpraktikerin Claudia Nehls
Tierheilkundezentrum
Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg
Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334, Handy: 0173/51 57 633
E-Mail: mailto:tierheilpraxis1@t-online.de, Internet: www. tierheilkundezentrum.de
Steuernummer 326/5967/1172
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Kommentare

Ich liebe ...

Ich liebe disch renatoooooooooooo von kristina

kkk

Das stimmt nicht ich hab nur spaß gemacht von sarah sorry kristina

Das ist blöd die seite

Ich find die seite zum kotzen

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