Atemwegserkrankungen der Katze

Eine Katze

Katzenschnupfen

Bildquelle: Tierheilpraktikerin Claudia Nehls

Katzenschnupfenkomplex Katzenschnupfen ist eine Sammelbezeichnung für ansteckende Erkrankungen der Atemwege und der Schleimhäute, auch sprechen wir vom Katzenschnupfenkomplex. Es handelt sich hierbei um einen sogenannten Symptomkomplex, der durch verschiedene Erreger hervorgerufen wird. Betroffen sind die Schleimhäute der Nase, der Maulhöhle und/oder der Augen. Beteiligte Erreger sind verschiedene Viren (Herpes- und Caliciviren) und Bakterien (Chlamydien, Bordetellen und Mykoplasmen). Die Erreger begünstigen sich gegenseitig und können parallel auftreten, so kommen zu Viren im späteren Verlauf noch verschiedene Bakterien oder auch mykotische Keime. Die Behandlung des Katzenschnupfenkomplexes ist jedoch weitgehend unabhängig von den speziellen Erregern; ob nun Bakterien, Keime oder Viren beteiligt sind; in der Homöopathie ist das Ziel, das Immunsystem systematisch zu stärken und die Selbstheilungskräfte des Organismus anzuregen. Der Katzenschnupfenkomplex tritt in der Regel bei Immunsystem geschwächten Tieren auf; oftmals bei Katzenkindern, deren Immunsystem noch nicht gänzlich ausgereift ist. Sind die Bedingungen des Aufwuchses nicht optimal aufgrund schlechter Hygienebedingungen oder hoher Population; ist die Katze geradezu disponiert für sämtliche Erkrankungen der Atemwege infolge viraler und bakterieller Infekte. Auch bei Katzen kommen allergische Atemwegserkrankungen nicht selten vor; wie das feline Asthma. Gründe für diese allergische Erkrankung der Atemwege können im Laufe des Lebens auftretende Allergien ebenso wie ein nicht gänzlich ausgeheilter Katzenschnupfenkomplex sein. Es gibt verschiedene Erreger des Katzenschnupfenkomplexes; einige sind beispielsweise: Feline Bordetella Infektion: Die Feline Bordetella Infektion wird durch Bordetella bronchiseptica hervorgerufen und kann primär, aber auch sekundär nach der Schädigung durch oben genannte Erreger auftreten. Die Infektion löst Erkrankungen der oberen Atemwege, ggf. auch eine Lungenentzündung (Pneumonie) aus. Kennzeichnend ist hier eine allgemeine Schwäche, teils hohes Fieber, Fressunlust (Anorexie), Husten, Schnupfen, Nasen- und Augenausfluss und Schwellung der Unterkieferlymphknote. Bei einer Beteiligung der Lungen tritt zusätzlich Dyspnoe und abnormale Atemgeräusche auf. Das feline Herpesvirus-1 (FHV-1): Herpesviren sind neben Caliciviren die häufigsten Auslöser eines Katzenschnupfens. Die Erkrankung durch FHV-1 wird auch als feline virale Rhinotracheitis bezeichnet. Der Erreger befällt ausschließlich Katzen. Außerhalb des Wirtes überlebt das Virus maximal 24 Stunden und wird von den meisten gängigen Desinfektionsmitteln zuverlässig bekämpft. Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit einem befallenen Tier oder auch indirekt durch Menschen, Futtermittel usw.. Bereits 24 Stunden nach der Infektion ist das Virus in Sekreten des Wirtes nachweisbar. Infolge seiner Unfähigkeit, sich bei Temperaturen oberhalb von 37 °C zu vermehren, befällt es lediglich die relativ "kalten" Schleimhäute im Kopfbereich und verursacht normalerweise keine Virämie. Die Inkubationszeit beträgt nur wenige Tage. Symptomatiken sind beispielsweise starker Nasen- und Augenausfluss, häufig verbunden mit Bindehautentzündung und Hornhautschädigungen. An der Zunge können Geschwüre auftreten. Die Nasenmuscheln können durch Gewebszerfall (Nekrose) stark geschädigt sein. Hinzu kommt Fieber, Appetitlosigkeit und Niesen. Trotz des dramatischen Erscheinungsbildes der Erkrankung ist die Sterblichkeit nur gering, die Therapie in der Regel erfolgreich bei zeitigem Therapiebeginn, solange die Selbstheilungskräfte noch vorhanden sind. Folgeschäden können ggf. durch Verwachsungen im Lidbereich bis zur Blindheit reichen, starke Gewebszerstörungen im Bereich der Nasenschleimhaut können eine chronische Rhinitis nach sich ziehen. Bei nicht gänzlich erfolgreich genesenen Tieren bleibt oft eine chronische Form der Atemwegserkrankung zurück. Genesene Tiere können dauerhaft Viren ausscheiden. Viele ehemals erkrankte Tiere sind nach überstandener Infektion Träger des Erregers, der sich in die Ganglien des Nervus trigeminus zurückzieht. Ein weiterer häufiger Erreger ist das feline Calicivirus (FCV): Die Übertragung von Caliciviren erfolgt durch direkten Kontakt einer Katze mit einem vom Erreger befallenen Tier. Ausgeschieden wird das Virus hauptsächlich durch Sekrete der oberen Atemwege und gelegentlich auch über den Kot. Auch bei diesem Erreger bleiben einige Katzen lebenslang latent mit dem Virus infiziert und können andere Katzen infizieren; ohne dass die Katze selbst Krankheitssymptome zeigt. Die Infektion verläuft in zwei Phasen: nach erfolgter Ansteckung vermehrt sich der Erreger in den Rachenmandeln, der Maulschleimhaut und den Bindehäuten der Augen. Zwischen viertem und siebenten Tag verbreitet sich das Virus über den Blutkreislauf (Virämie) im gesamten Körper. Besonders befallen werden hierbei Lungen und Zungenschleimhaut. Die Phase der Virämie ist durch Abgeschlagenheit und die Ausprägung einer respiratorischen Symptomatik gekennzeichnet: Fieber, Rhinitis, Konjunktivitis und Nasenausfluss; schmerzhafte Schleimhautulzerationen der Zunge oder des Gaumens zeichnen das Krankheitsbild; die Katze frisst kaum noch und wirkt apathisch und müde. In diesem Stadium der Erkrankung können zusätzliche Bewegungseinschränkungen und Lahmheiten auftreten. Der Befall der Lunge kann bakterielle Sekundärinfektionen und damit eine Bronchopneumonie hervorrufen; welche lebensbedrohlich sein kann. Feline Mykoplasmeninfektion: Mycoplasma felis aus der Gruppe der Mykoplasmen äußert sich ebenso in dem klinischen Bild der Konjunktivitis und Rhinitis. Feline Chlamydiose (Feline Pneumonitis): Die Chlamydien-Infektion wird durch das Bakterium Chlamydophila felis (Chlamydophila psittaci) hervorgerufen. Die Erkrankung zeichnet chronische follikuläre Konjunktivitis mit Augenausfluss, welcher oft eitrig ist. Felines Asthma: Das feline (katzenartige) Asthma ist eine allergische Atemwegserkrankung der Katze. Es ist mit dem Asthma bronchiale des Menschen und mit der chronisch obstruktiven Bronchitis von Pferden vergleichbar. Auch bei der Katze verläuft es in der Regel chronisch. Obwohl die Behandlung bei der Katze ungleich schwieriger ist wie bei Pferden, kann auch bei Katzen die Therapie erfolgreich verlaufen mit dem Ergebnis der Symptomfreiheit. Eine genetische Disposition für das feline Asthma wird vermutet; ist jedoch nicht bewiesen. Bei Pferden hingegen ist man sich weitgehend einig, dass eine mit Staub- und Schimmelpilzen behaftete Fütterung und ungünstige Haltung ursächlich ist. Vor diesem Aspekt erscheint auch bei der Katze eine genetische Disposition zumindest fraglich. Als Allergene kommen viele Stoffe in der Umgebung der Katze sowie auch in der Nahrung der Katze in Betracht. Der allergieauslösende Faktor lässt sich in der Regel selten ermitteln; Ziel kann hier lediglich sein, sämtliche eventuellen Allergene zu vermeiden; was zumindest bei der Futtermittelwahl ein Leichtes ist. In der Umgebung wird es schon weitaus schwieriger. Eine homöopathische Therapie hat zum Ziel, das Immunsystem, was bei dem allergischen Asthma überreagiert, in diesem Fall zu regulieren, nicht, wie beim Katzenschnupfenkomplex zu stärken; sondern regulierend einzugreifen. Infolge der allergischen Reaktion kommt es zu einem Zusammenziehen der Bronchien (Bronchokonstriktion), zu einer Hypertrophie der glatten Muskulatur der Bronchien, einer vermehrten Schleimproduktion und verminderten Schleimentfernung durch das Flimmerepithel und zu einer eosinophilen Entzündung der Luftwege. Die genannten Prozesse führen zu einer Verengung der Luftwege. Typische Symptome des felinen Asthmas sind Husten und Atemnot (Dyspnoe, vor allem bei der Exspiration). Wie auch bei Pferden verselbständigt sich die Erkrankung meist insoweit, dass die Symptomatik stetig, oft langsam, manchmal jedoch auch massiv, voranschreitet und die Problematik für das Tier immer weiter zunimmt; wird nicht erfolgreich gegengesteuert. Cortison kann hier nur eine kurzfristige Hilfe sein, da die Wirkung mit der Zeit nachlässt. Lässt man also selbst die Nebenwirkungen einer Cortisonbehandlung außer Betracht, so kann eine langfristige über Jahre andauernde Therapie in der Regel nur zum Scheitern verurteilt sein, da die Wirkung am Tag X nicht mehr vorhanden ist. Vor diesem Hintergrund sollte man sich klar machen, dass eine Cortisonbehandlung nur als Notfallmedikation dienen sollte; langfristig andere Maßnahmen ergriffen werden müssen! Röntgenologisch zeigt sich eine verstärkte bronchiale oder auch interstitielle Zeichnung. Gelegentlich kann eine Erweiterung oder ein Kollaps (Atelektase) einzelner Lungenlappen nachgewiesen werden. Mit einer bronchoalveolären Lavage kann eine zytologische Untersuchung der Bronchialzellen erfolgen, eine Eosinophilie ist jedoch nicht immer nachweisbar. Differentialdiagnostisch müssen infektiös bedingte Bronchitiden (vor allem durch Mykoplasmen), Lungenwürmer und Herzerkrankungen ausgeschlossen werden.
Eine Katze

Katzenschnupfen

Bildquelle: Tierheilpraktikerin Claudia Nehls

Diagnose und Therapie

Mit Ausnahme des felinen Asthmas; welches sich in anderer und damit gut abzugrenzender Form der Symptomatik äußert und auch in der Behandlung einen anderen Stellenwert erfährt; da die Behandlung eine gänzlich unterschiedliche ist. Als Beispiel sei hier gesagt, dass beim Katzenschnupfenkomplex das Immunsystem gestärkt wird; beim felinen Asthma dies kontraproduktiv wäre; da die überschießende Reaktion des Immunsystem zwingend reguliert, also herunter gefahren, werden muss.
Sämtliche anderen einzelnen Erkrankungen haben jedoch viele gemeinsame klinische Symptome und so ist die genaue Diagnose schwierig. Diese kann durch mehr oder weniger umfangreiche Laboruntersuchungen gesichert werden. Wir arbeiten überregional mit der Biofeld-Haaranalyse und erarbeiten anhand der eingesandten Haare einen homöopathischen, isopathischen oder auch phytotherapeutischen Therapievorschlag. Der Besuch in der Praxis ist oftmals mit zusätzlichem Stress und auch Infektionsdruck verbunden, daher hat sich eine Haaranalyse in vielen Fällen bewährt.
Für die Therapie spielt die genaue Diagnose jedoch auch keine entscheidende Rolle. Veterinärmedizinisch kommt Antibiotika zum Einsatz bzw. der Einsatz von immunstärkenden Präparaten.
Der Tierheilpraktiker therapiert mit immunstärkenden Mitteln sowie auch entzündungshemmenden Mitteln; ergänzt wird die Therapie meist durch Nosoden (Bakterien oder andere Stoffe werden homöopathisch aufbereitet). Die Therapie ist zwar meist sehr langwierig, jedoch erfolgreich. In die Therapie einbezogen werden sollte auch eine optimale Ernährung und Flüssigkeitsaufnahme. Der ganzheitlich arbeitende Veterinär sowie auch der Tierheilpraktiker wird ebenso die Lebens- und Hygieneumstände mit einbeziehen und auf notwendige Optimierungen hinweisen; damit so die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Therapie gegeben ist.

Katzen

Katzenschnupfen

Bildquelle: Tierheilpraktikerin Claudia Nehls

Beispiele aus unserer Praxis:

Kater Fiedje, inzwischen 9 Jahre alt:
Fiedje ist mein eigener Kater. Fiedje erlebte seine Geburt in einem Haushalt mit recht vielen Katzen; ca. 15 an der Zahl, sämtliche Katzen lebten in einer sehr kleinen Wohnung, hatten aber zeitweise Auslauf; die Population von kleinen und erwachsenen Katzen war dennoch immens in der kleinen Wohnung, selbst wenn sich ein Großteil der Katzen oftmals im Freien aufhielt. Kater Fiedjes Immunsystem brach irgendwann gänzlich zusammen und als wir ihn abholen wollten, da er nun das Alter von 8 Wochen erreicht hatte, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Ein jammerndes, fiebriges und verklebtes Häufchen Elend saß da vor mir..
Nun gut, ich dachte, entweder nimmst Du ihn schnell mit, oder seine Tage sind gezählt! Damals war ich noch in der Ausbildung zur Tierheilpraktikerin und Fiedje mein erster Katzenpatient:
Fiedje litt im Katzenkinderalter an akutem Katzenschnupfenkomplex bzw. Katzenseuche (Panleukopenie). Von Panleukopenie spricht man, wenn das Immunsystem gänzlich lahmgelegt ist, also ein Fehlen der mit den notwendigen Antikörper behafteten Immunzellen (Leukozyten) vorliegt. Fiedjes Körpertemperatur betrug bei Ankunft 39,8 Grad, nach zweitägiger Antibiotika-Therapie einer befreundeten Tierärztin: massive Verschlechterung, 41 Grad Fieber, Zustand kritisch, Fiedje apathisch; eine Nahrungsaufnahme war nur noch unter Zwang möglich; Flüssigkeitsaufnahme ebenso.
Da Fiedje offensichtlich die antibiotische Medikation nicht vertrug und durch die Antibiotika Therapie nur noch mehr erkrankte; therapierte ich ihn aufgrund meiner Schulbücher und Rücksprache mit meinen Dozenten selbst; eine andere Möglichkeit sah ich damals nicht! Ich begann also meine Bücher zu wälzen, meine Dozenten intensiv zu befragen und mir ein Grundwissen über Erkrankung und Therapie anzueignen und zu lesen und besorgte mir entsprechende homöopathische Mittel.
Das Ergebnis ließ sich sehen:
Fiedjes Zustand war schon nach 2 Tagen homöopathischer Therapie wieder recht stabil und es trat eine sichtbare Verbesserung seines Allgemeinbefindens auf. Nach wenigen Tagen fraß er wieder selbständig, was für mich das beste Zeichen einer Genesung war. Seine Temperatur bewegte sich auch wieder im Normbereich und nach ca. 12 Wochen war Fiedje wieder ein gesunder und fröhlicher Kater, der zwar hin und wieder noch einmal nieste, aber ansonsten keinerlei Symptome mehr zeigte.
Der Kater hat keine chronischen Veränderungen zurückbehalten und sich prächtig entwickelt.
Fiedje ist inzwischen 9 Jahre alt und war nie wieder krank!

Ein weiteres Beispiel eines Katzenpatienten:

Als ich meinen Kater Charlie aufnahm, war er total verwurmt und abgemagert,
er wurde ausgesetzt und ich fand ihn auf der Straße. Er ist ein super süßer
kleiner schwarzer Kater. Beim Tierarzt wurde er entwurmt und entfloht, für
seinen Schnupfen bekam er Antibiotika.
Bald bemerkte ich, dass er immer nach dem Fressen (Nassfutter), jämmerlich
miaunzte und auf Toilette rannte, dort plagte ihn ein ganz schlimmer
Durchfall.
Auch nieste er noch immerzu und dabei kam gelblicher Schleim aus der Nase.
Claudia erstellte mir für ihn eine Haaranalyse. Für seinen Schnupfen bekamen
wir 3 Mittel, für seine Tachykardie durch die Infektion zwei Nosoden, und
wegen seiner Proteinunverträglichkeit mussten wir das Futter umstellen. Er
frisst nun Prins Cat Senior, was er sehr gut verträgt und auch gerne mag,
seine Freundin Lala isst es auch sehr gerne.
Mein Mann therapierte und ich war 4 Wochen außer Land, als ich zurück kam,
erkannte ich den Kleinen gar nicht mehr. Er war nicht mehr so abgemagert,
hatte ein richtig schönes Bäuchlein, das Fell war super, er hatte keinen
Schnupfen mehr, und der Durchfall ist komplett in Ordnung. Die Kräuterhefe
Pk nahm er auch gut an, auch seine Freundin, die war ganz irre nach dem
Zeug!
Charlie ist heute richtig fit und ausgeglichen, dank Claudia;
nochmals Danke Claudia
Tanja Pfeiffer-Fischer, E-Mail: Tbeauty0412@onlinehome.de

Tierheilkundezentrum, Tierheilpraktikerin Claudia Nehls, Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg, Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334, Internet: www.tierheilkundezentrum.de, E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de


Textquelle:

Tierheilpraktikerin Claudia Nehls
Tierheilkundezentrum
Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg
Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334, Handy: 0173/51 57 633
E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de, Internet: www. tierheilkundezentrum.de
Steuernummer 326/5967/1172
UST-ID-Nr. DE 814483972

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