Achtung Blutsauger: Zeckenalarm für Hund und Katze

Zeckenalarm für Hund und Katze

Spot-On-Präparate" haben sich im Kampf gegen Zecken bewährt. Manche Präparate werden tröpfchenweise aufgetragen. Die Wirkstoffe verteilen sich dann im Fell oder in den oberen Hautschichten des Hundes.

Bildquelle: Fressnapf

Zecken sind nicht nur lästig und rufen Allergien, Juckreiz oder Entzündungen hervor. Sie können auch chronische und teilweise lebensgefährliche Krankheiten auf das Haustier und den Menschen übertragen. Wie Tierhalter ihre Vierbeiner am besten vor Zecken schützen, erläutern die Tierärzte der Fachmarktkette Fressnapf. Zecken ernähren sich von Blut. Das holen sie sich von so genannten "Wirtstieren" wie Mäusen, Vögeln, aber auch Katzen und Hunden. Durch ihre Blutmahlzeiten nehmen die Zecken unter Umständen Krankheitserreger auf, mit denen sie das nächste Wirtstier infizieren können: Krankheiten wie Borreliose, Babesiose (Hunde-Malaria), Ehrlichiose und Frühsommer-Meningoenzephalitis sind hierzulande am häufigsten. Überträger sind vor allem die in Mitteleuropa verbreiteten Zeckenarten Holzbock und Auwaldzecke.

Wie Sie Ihr Tier vor Zecken schützen
Meiden Sie beim Spazieren gehen hohes Gras, Hecken und Gebüsch. Auch im eigenen Garten können Zecken lauern. Ihre aktivste Zeit startet im Frühjahr und geht bis in den November. Suchen Sie Ihre Freigängerkatze oder Ihren Hund regelmäßig und gründlich nach Zecken ab und entfernen Sie sie sofort. Da Krankheitserreger unter Umständen erst Stunden nach dem Biss ins Blut gelangen können, haben Sie so die Chance, eine Infektion zu verhindern.

Behandeln und vorbeugen
Das Entfernen geht am besten mit einer speziellen Zeckenzange, die Sie möglichst nah am Zeckenkopf ansetzen. Mit einem Dreh ziehen Sie das Tier vollständig heraus. Mitunter bleiben Zecken jedoch beim Absuchen unentdeckt. Zur Vorbeugung sind deshalb Produkte mit Zweifachwirkung empfehlenswert. Sie wirken einerseits abweisend, andererseits töten sie die Zecken, die sich angeheftet haben. Bewährt haben sich so genannte "Spot-on-Präparate" in Form von Sprays, Halsbändern oder Tropfen, deren Wirkstoffe sich entweder im Fell oder in den oberen Hautschichten auf den Körper verteilen. Diese Produkte sind regelmäßig zu erneuern.

Bei Symptomen zum Tierarzt
Folgende Alarmzeichen können auf eine Krankheit hinweisen, die von Zecken übertragen worden ist:

• Lahmheit
• Bewegungsstörungen
• Erschöpfung
• Appetitlosigkeit
• Gewichtsverlust
• Fieber
• Schmerzen in den Beinen
• geschwollene Gelenke

Gehen Sie bei solchen Symptomen auf jeden Fall mit ihrem Tier zum Tierarzt. Auch Entzündungen durch Zeckenbisse sollten Sie fachärztlich behandeln lassen.


Textquelle:

Fressnapf

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